Mittwoch, 26. Juni 2013

Nachbeben

Wie ein gefangener Larl in seinem Käfig ging ich unruhig im Haus auf und ab. Die Sache mit dem Attentäter war zwar geklärt und ausgestanden aber die Warnung gut auf meinen Rücken aufzupassen, beziehungsweise mir besser ein ein paar Söldner anzuheuern die dies für mich tun, damit nicht irgendwann ein Stück Stahl in selbigen steckt klang mir noch in den Ohren. Dazu kahmen die ungehaltenen Reaktionen des einen oder anderen Kriegers als sie mich mit den Schwarzen sahen, besonders Jarcath hatte sich damit hervorgetan. Es half aber nichts und auch Verstecken war keine Lösung, irgendwann musste ich ja doch wieder vor die Tür. Warum also nicht jetzt?

Ich riss mich also zusammen und wagte mich auf den Markt. Dort waren zu diesem Zeitpunkt aber nur die Sängerin und Rock, so das sich die Gespräche vorerst nur um Ale, Ka La Na und Hurts drehten. Doch je mehr sich der Platz füllte um so mehr die Stimmen durcheinander schwirrten, desto turbulenter wurde es auch. Immer wieder wenn ich merkte das Neue hinzukamen schaute ich mich nervös um, doch keiner der Krieger von gestern Abend tauchte auf und erst recht ließ sich Jarcath nicht blicken. Das gab mir die Gelegenheit konzentrierter der Unterhaltung zu folgen, denn es sollte noch spannend werden.


Denn es war so das sich die Gespräche der Krieger wieder um Turmus drehte, die vermeintlichen Vorgänge mit und um Cos und die Geschehnisse um die Weigerung Talias den Ruf des Heimsteines zu folgen. Bei einem war man sich einig, das Einzige was die Cosianer können ist guten weißen Ka La Na herzustellen aber dann hörte es auch schon auf, ihre Krieger wurden nicht als besonders befähigt eingestuft, nicht umsonst hätten die Priesterkönige Cos mit einer Insellage gesegnet lautete dann auch die Einschätzung von Tharkans. Bis hierhin war das alles noch im Rahmen geblieben auch wenn man dem Bosk aus Jorts Fähre anmerkte das die Verärgerung um die gestrige Heimsteinerweigerung noch nach schwang. Das die Lage dann zu eskalieren drohte, konnte ich als ich meine Gedanken vortrug ja so nicht vorausahnen.

Eigentlich wollte ich nur anregen das wir uns auf die dünnen Informationen die wir haben nicht verlassen dürfen, am liebsten wäre es mir wenn wir ein zwei Informanten in Turmus hätten die uns regelmäßig unterrichten. Wie zu erwarten hatte wir viele die sich freiwillig meldeten aber ich ich hielt es für unsinnig erst alle Heimsteinangehörigen aus Turmus zu holen und dann wieder welche hinzuschicken, zumal unbekannte Leute eh besser für so einen Job geeignet wären. Im Prinzip sahen das auch alle ein aber Nyn meinte noch anmerken zu müssen das wenn sie nach Turmus geht, es sicher nicht weiter auffallen würde. Ich glaubten die meisten schauten genauso verblüfft wie ich als die Sängerin diesen Vorschlag brachte.

Das wollte wir jetzt genauer wissen. Also berichtete Nyn das, als sie das letzte Mal in Turmus war um die Vermisstenanzeige über Linus abzugeben, Amira mehr oder weniger offen von ihr gefordert hatte das sie ihr Kind gefälligst in die Akademie zu geben habe damit es dort Blaukastig aufwachsen kann und wenn sie nun vorgibt angeblich die Details............ Sie kam nicht dazu auszureden und eine Welle der Empörung rollte über den Platz. Die Krieger wären am liebsten gleich losgezogen um Turmus und damit auch die Akademie gleich nieder zu brennen, nur mühsam ließen sie sich wieder beruhigen.


Nachdem die Stimmung halbwegs runter gekocht war, konnte endlich die Suche nach einer geeigneten Person weitergehen und wir spielten verschiedene Möglichkeiten durch. Zum Schluss glaube ich das wir eine ganz passable Lösung gefunden hatten. Eine die nicht gleich auffliegen sollte und trotzdem auch in der Lage sein wird relativ leicht an die benötigten Informationen zu kommen. Jetzt verlief sich die Meute so langsam, da wieder Erwarten Jarcath nicht aufgetaucht war um mich wegen dem Schwarzen zur Rede zu stellen, hatte ich jetzt auch noch den Nerv mich um die beiden Apothekerinnen zu kümmern die noch einen Anbau als Lagerraum zu ihrem Haus wünschten.

Da die Eine der Beiden sich schon in die Felle zurück gezogen hatte nahm ich nur mit Einer der Schwestern vorlieb und begleitete sie zu ihren Wohnhaus. Sie legte mir ihre Vorstellungen etwas detaillierter dar und wir besprachen einige Varianten. Grundsätzlich erklärte ich mich im Namen der Stadt mit einem Anbau einverstanden, da die Apothekerin es aber nicht ohne ihre Schwester entscheiden wollte, verschoben wir die endgültige Klärung auf den nächsten Tag. Ich wünschte ihr noch eine erholsame Nacht und verabschiedete mich von ihr um wieder mein eigenes Haus aufzusuchen, hoffend das sich der Groll des Kriegers sich nach 40 Ahn endlich verzogen haben wird.

GR

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