Freitag, 1. April 2016

Auf Geschäftsreise

Trotzdem der Abend gestern so viel versprechend gelaufen war, nutzte ich heute die Gelegenheit meine Gefährtin auf eine schon länger geplanten Reise zu begleiten. So schlug ich gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Ich ging den Tischler aus dem Weg, dessen Frist die er mir gestellt hatte mich bei ihm zu entschuldigen, heute abgelaufen ist, Kin hatte somit die Zeit die Sache zu bereinigen und ich kam mal wieder raus aus der Enge der Stadt. Es sollte nach Falcor gehen. Shani hatte auf Leihbasis, dorthin einen Kajirus gegeben, dessen vorläufige Besitzerin ihn nun wohl auch kaufen wollte. Da wir nur noch zwei Kajirae im Haus hatten, nahmen wir auch Beide mit, was sich bei der Verteilung des Gepäcks als sehr vorteilhaft erwies.

Gerade als wir abreisten, trafen noch zwei Reisende in der Stadt ein, die wohl zu mir oder zu meiner Gefährtin wollten, da wir aber schon auf dem Schiff waren welches gerade ablegte, blieb uns nur noch ihnen zu winken. Wenn wir Glück haben, werden sie nach unserer Rückkehr noch in der Stadt sein. Wenn nicht, wird es wohl nicht so wichtig gewesen sein. Falcor lag am Rande irgendwelcher Dschungel, wie wir erfahren sollten als das Schiff endlich dort anlegte. Entsprechend drückend war das feuchtwarme Klima dort. Am meisten litt wahrscheinlich meine Gefährtin darunter, doch die war es ja die hier auch Geld verdienen wollte.


Nach einigen Irrwegen durch die Siedlung, fanden wir zumindest den Kajirus um den es ging und der uns wenigstens den Weg zur Herberge zeigen konnte, so dass wir uns dort, zumindest innerlich, mit einigen gut temperierten Getränken abkühlen konnten. Jetzt hieß es warten, bis die Ärztin aufgetrieben war, die den Kajirus von Shani kaufen wollte. Die Wartezeit verkürzte ich mir damit, dass ich Sassy klar machte was ich, jetzt wo sie wieder in meinem Haus lebt, von ihr erwarte. Was dann doch nicht so lange dauerte, da die Erinnerungen an ihre erste Zeit bei uns, sehr schnell wieder hoch kamen.

Als dann die Ärztin wieder auftauchte, ging alles recht flott. Erstaunlicherweise, ging sie recht schnell auf die preislichen Forderungen, den Kajirus betreffend, meiner Gefährtin ein und zahlte. Vielleicht hätte man den Preis doch höher ansetzen sollen. Gute männliche Sklaven, scheinen immer noch sehr begehrt zu sein. Nach Abschluss aller geschäftlichen Aktivitäten, verließen wir dann schnell diesen, auf Grund seines feuchtwarmen Klimas, ungemütlichen Ort und traten den Heimweg nach Jorts Fähre an. Kaum wieder auf dem Schiff, umspielt von dem kühlen Fahrtwind, fühlte man sich gleich wieder viel besser.


Wieder daheim, war zunächst nicht in Erfahrung zu bringen ob der Hauptmann, mein Anliegen zu meiner vollste Zufriedenheit gelöst hatte. Deshalb und auch weil die beiden Reisenden wohl auch nicht mehr in der Stadt weilten, zog ich es vor, mich schleunigst aus der Unterstadt in die Oberstadt zu verdrücken, eh ich noch den falschen Leuten in die Arme laufe. Zwar hielt Shani mich noch kurz auf, weil sie wissen wollte, was ich denn nun in meinem Testament niedergeschrieben habe, doch auf ein längeres Gespräch darüber ließ ich mich nicht ein, konnte sie doch morgen, so sie wollte, alles nachlesen.

GR

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