Charaktererstellung

Da ich immer mal wieder, ja das kommt tatsächlich vor, von teilweise völlig fremden Leute gefragt werde, wie man den Einstieg ins Gor-RP schafft und welche Rollen man spielen könnte, schreib ich hier mal eine etwas ausführlichere Variante dessen auf was ich sonst immer per IM weitergebe. Natürlich darf man mich immer noch fragen, ich will mir mit diesen Text nur ein wenig Tipparbeit sparen. Weitergehende Fragen beantworte ich jedoch auch in Zukunft gerne.

Als erstes verweise ich auf verschiedene Quellen der Informationsbeschaffung. www.gegenerde.de und auf Gor Online Rollenspiel, sind dafür gute Anlaufstellen. Bevor ich anfange ein wenig ins Detail zu gehen sollte man auf die SIM "Fellglanz" zu gehen und dort den TP zu den Inseln der Charaktererstellung gehen und dort den TP zu den Inseln der Charaktererstellung nehmen. Des Weiteren sollten sich potentielle Mitspieler darüber im Klaren sein, das es auf Gor fast nur normale menschliche Gestalten gibt. Dieses schließt Wesen wie Magier, Hexen, Vampiere genau so aus wie Drachen oder andere tierähnliche Kreaturen.

Rollenwahl: Der nächste Schritt ist sich zu entscheiden, ob man Frei oder Unfrei sein will. Während wahrscheinlich 99% der Männer den Status frei wählen, wage ich bei den weiblichen Avataren mal keine Prognose. Generell empfehle ich als Freie zu starten denn versklavt ist man im Zweifelsfall schnell. Der umgekehrte Weg ist deutlich schwieriger, vor allem wenn es plausibel sein soll und man keinen neuen Charakter anlegen will.

Bleiben wir also zunächst bei den Unfreien. Es gibt im Prinzip zwei Richtungen in die man gehen kann. Zum einen die goreanische Sklavin und zum anderen die von der Erde entführte Barbarin. Die Barbarin hat den Vorteil das man so gut wie nichts wissen und nur den den Willen zum lernen mitbringen muss. Da man von der Erde entführt wurde, kann man ja von Gor nichts wissen und hat die Möglichkeit das alles im Rollenspiel beigebracht zu bekommen. Bei einer goreanischen Sklavin geht man davon aus das sie zumindest über Kultur, Natur und Gesellschaft auf Gor Bescheid weiß und sich entsprechend verhält - auch wenn es nicht perfekt sein muss. Auf unterschiedliche Richtungen die man als Kajira einschlagen kann, gehe ich nicht weiter ein denn zum einen haben das schon andere gemacht und zum anderen gehen die meisten davon aus das sie eine Allzweckkajira haben. Eine Vergnügungssklavin, eine Badekajira, die perfekte Tänzerin, eine Köchin vor dem Herrn usw. es macht also meistens keinen Sinn sich zu spezialisieren.

Kommen wir zu den Freien. Hier wird es nun deutlich unübersichtlicher. Als erstes sollte man sich bei den oben erwähnten Quellen einen groben Überblick über das Kastenwesen verschaffen. Als nächstes sollte man dann darüber nachdenken ob es denn wirklich immer eine hohe Kaste sein muss, denn wenn alle Krieger, Schreiber oder Ärzte sind wird es schnell langweilig. Das Leben braucht, wenn es denn funktionieren soll, auch die niederen Kasten, zumal hier auch die Auswahl deutlich größer ist. Als Ansatz gilt hier, es ist so ziemlich alles möglich was es an mittelalterlichen Berufen gab. Wirt, Bäcker, Schmied, Händler, Bader, Schneider, Bauer in seiner ganzen Vielfalt, Schreiner, Zimmermann und was einem sonst noch alles einfällt. Für Frauen gelten hier einige Einschränkungen, so kann sie zum Beispiel der Kriegerkaste angehören, wird aber keine Waffen tragen oder kämpfen. Auch die Rolle einer Schmiedin macht nur dann Sinn, wenn sie sich den zierlichen Dingen wie Schmuck oder so etwas widmet. Wichtig ist auch, wenn man sich für einen Beruf und eine Kaste entschieden hat, dann sollte man auch mit den Einschränkungen leben. Ein Schmied wird nicht gut mit Holz umgehen können und ist erst recht kein begnadeter Schwertkämpfer. Alles zu können ist doch langweilig.

So nach dem nun Geschlecht, Frei oder Unfrei und die Kaste klar ist kommen wir zu dem was eine Rolle ausmacht, nämlich der Charakter. Man sollte sich also Gedanken machen über die Gemütsverfassung seines Charakters. Heiter, mürrisch, misstrauisch, neidisch, schleimend, abweisend, zuvorkommend, freundlich oder eine interessante Mischung aus vielen. Dazu kommen dann die Stärken und Schwächen eines Charakters. Kann er Lesen und Schreiben? Auf Gor kann es die Masse nicht, auch wenn das auf SL-Gor genau umgekehrt ist. Hat er körperliche Gebrechen? Hat er besondere Fähigkeiten oder kann er etwas nicht obwohl man es eigentlich von ihm erwartet? Mein Schmied kann zum Beispiel alles was in der Größenordnung von Bolzen bis Pflugschar liegt herstellen und dazu noch der übliche Kajirabedarf ebenso wie Handwaffen. Alles was darüber hinaus geht, macht er nicht, genauso wenig wie er Broschen oder anderen Schmuck herstellt.

Observer: Spätestens wenn man an diesen Punkt angelangt ist sollte man anfangen sich auf den diversen Gor-SIMs umzuschauen um einen Eindruck von dem RP zu bekommen und vielleicht die zu einem passende SIM zu finden. Das RP ist breit gefächert, wobei auf der einen Seite die stehen die sich ganz nah an den Büchern orientieren und auf der andere Seite die, wo zwar Gor drüber steht aber die Tatsache das es dort ein paar Kajirae gibt, der einzige gemeinsame Nenner mit den anderen Gor-SIMs ist. Die Bandbreite dazwischen ist riesig und es sollte für jeden was dabei sein. Um sich die SIMs anzuschauen reicht es sich am Landepunkt den Observer-Tag zu ziehen und aufzusetzen und dann einfach mal über die SIM zu laufen zuzuschauen und zuzuhören, respektive lesen. Dabei sollte man nach Möglichkeit den offenen Chat meiden und Fragen nur in IM stellen. Hilfreich ist wenn man auf solch einer Observermission schon so gekleidet ist das man nicht das Bild stört. Züchtige Mittelalterkleidung reicht da für den Anfang völlig aus, zum Teil werden an den Landepunkten auch Freebies verteilt mit denen man sich einkleiden kann.


Die Pilgerreise:Ist man sich beim Zusehen noch nicht ganz schlüssig geworden wo man den Einstieg wagen will, gibt es die Möglichkeit die Pilgerreise zu absolvieren. Ausführliche Informationen gibt es hier. Hier hat man die Möglichkeit, mit einer Geschichte ausgestattet, nämlich der des Pilgers, am RP der SIMs teilzunehmen und so hautnah zu spüren ob man dazu passt oder nicht. Eine weitere kleine Hintergrundgeschichte sollte man natürlich trotzdem haben. Also Alter, Name, Kaste, Heimstein, am besten einen der nicht in SL-Gor existiert. Nur warum man reist, darüber braucht man sich eben als Pilger keine Gedanken machen.

Einige werden noch die eine oder andere Rolle vermissen, deshalb hier noch ein paar kurze Worte dazu. Wer sich für diese Rollen interessiert sollte sich an Jemanden aus dieser Ecke wenden und wird dort sicherlich mehr Hilfe erwarten können als von mir.

Panther und Talunas: Die Waldweiber, von der Gesellschaft ausgestoßen oder vor ihr geflohen. Sie fristen ihr Leben im Wald und kämpfen mit ihrer unterdrückten Weiblichkeit und den Widrigkeiten der Natur sind aber von Haus aus keine Männerhasser.

Nordvölker: Angelehnt an die irdischen Wikinger. Sie kennen keine Kasten und auch keinen Heimstein daher übernimmt diese Funktion mehr oder weniger die Longhall.

Die Wüstenstämme: Auch sie kennen keine Kasten auch wenn das in SL-Gor teilweise anders gespielt wird, ihr Heimstein ist die Tahari.

Wagenvölker: Könnte man mit den Mongolen vergleichen, auf alle Fälle leben sie wie Nomaden mit großen Viehherden. Gibt immer mal wieder ein SIM wo sie gespielt werden, ob momentan eine existiert entzieht sich meiner Kenntnis

Rote Jäger: Vergleichbar mit den Eskimos der Erde. Kommen in SL-Gor meines Wissens nicht vor.

Rote Wilde: Indianerähnlich, das sagt schon alles. Wenn man sie buchgetreu spielen willen, ist man mit diesem Volk auch sehr eingeschränkt das sie ihre Gebiete an sich nicht verlassen.

Panis: Wurden mit dem Band 29 eingeführt. Vergleichbar mit den Japanern, eine Sim wo man sie findet gibt es meines Wissens nach nicht. Nach einer anfänglichen kleinen Schwemme, jetzt wieder fast vollständig verschwunden im RP

Mambas: Menschenfresser die nur im Dschungel um Schendi leben. Sie sind nicht größer als die afrikanischen Pygmäenstämme, so ca. 1,50m, ja auch die Männer, und haben angespitzte Zähne. Leider werden sie so nicht gespielt sondern treiben mittlerweile sogar hoch im Norden ihr Unwesen und die Männer haben die übliche Avatargröße von 2,50m. Zurzeit ist diese Rolle ein Modetrend, so wie es eine Zeitlang die Kurii waren.

Kurii: Ein Haufen hochintelligenter Außerirdischer, auch wenn man es diesen riesigen wandelnden Fellhaufen nicht ansieht, und die potentiellen Gegner der Priesterkönige. Sie können sich mit den Menschen auf Gor nur über eine Art Übersetzer verständigen und sind ihnen körperlich weit überlegen. Nein Kurii halten sich keine Kajirae, es sei denn als Futter, und nein sie können sich auch nicht mit diesen paaren.

Priesterkönige: Die gottgleichen Herrscher auf Gor, die den Planeten wie eine riesige biologische Versuchsanstalt sehen. Diese können nicht reden, sondern kommunizieren untereinander über Gerüche. Zum Glück haben auch diese einen Übersetzer. Eine Rolle die man nun wirklich nicht spielen sollte. Mal abgesehen das es nicht gut kommt wenn man was gottgleiches spielt, sollte diese Rolle auch sehr einsam machen, da man ja das Nest im Sardargebirge nicht verlassen kann.

GR

1 Kommentar:

  1. Ein bisschen was umformuliert und diverse Völker ergänzt.

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