Sonntag, 30. Juni 2013

Bei den Rencern

Das Papier war knapp geworden und auch wenn wir in letzter Zeit das bürokratische Aufkommen drastisch reduzieren konnten, so musste man doch davon ausgehen dass man das nicht für alle Zeit so niedrig halten kann, spätestens wenn wir es schaffen sollten die blaue Kaste neu zu etablieren würde auch der Papierverbrauch wieder ansteigen. Neues musste also her! Deswegen machte ich mich auf den Weg ins Delta. Der Gedanke dabei war diesmal bei den Erzeugern und dadurch vor allem preiswerter einzukaufen, auch wenn ich dafür einige Gefahren in Kauf nehmen musste. Ich kaufte mir also auf einen der zahlreichen Schiffe eine Passage bis ins Delta und trat die Reise an.


Wobei das ja noch der leichteste Teil war. Anstrengend und gefährlich wurde es ja erst als ich das Schiff verließ und mich durch die Sümpfe schlagen musste. Auf Grund fehlender ortskundiger Führer irrte ich mehr herum als das ich wusste wo ich hin musste. Durchnässt und von Mücken zerstochen sah ich schließlich in einiger Entfernung Feuer durch das Dickicht des Rence leuchten und als ich darauf zu ging tauchten auch ein paar wacklige Stege auf, die das Fortkommen ungemein erleichterten. Sie führten mich zu einer Pfahlsiedlung und kaum hatte ich halbwegs festen Boden unter den Füßen stand wie aus dem Nichts ein Rencer vor mir.

Zumindest nahm ich an das es einer war, hier mitten in den Sümpfen. Zum Glück war er bei weitem nicht so misstrauisch und feindselig wie die Legenden über diese Bauern hier erzählten. Er war sogar so freundlich mich auf ein Rencebier einzuladen. Dazu gab es ein wenig Vulo auf Reis und wir unterhielten uns ganz angeregt dabei. Zum Beispiel darüber warum ich mich hier so vollkommen orientierungslos herumtrieb. Das jedoch war leicht geklärt und wo wir schon einmal dabei waren fragte ich ihn auch bei wem ich denn Papier erwerben könnte. An dieser Stelle jedoch riss meine Glückssträhne, denn in diesen Dorf hier wollte oder konnte man mir kein Papier verkaufen.


Rencebier jedoch könnte ich in rauen Mengen bekommen, ließ man mich noch wissen. Da blieb ich jedoch skeptisch, hatte ich mich doch gerade selber erst an den merkwürdigen Geschmack gewöhnt, keine Ahnung wie die Paga und Ale verwöhnten Gaumen daheim reagieren würden. Enttäuscht davon das meine Reise ein solcher Misserfolg war verabschiedete ich mich von dem Rencer. Ich war trocken, satt und aufgewärmt, Shani hatte von dem Essen auch was abbekommen, was also hielt mich noch hier? Nichts außer der Gedanke wieder durch die Sümpfe waten und die Schwärme von Mücken durchdringen zu müssen. Trotzdem war ich entschlossen diese Tortur wieder auf mich zu nehmen.

Die Rencer waren aber wenigstens so freundlich mich mit einem ihrer Boote an den Rand der zivilisierten Welt zu bringen und damit ich leichter über die erfolglose Reise hinwegkomme gaben sie mir noch ein Fass ihres Bieres mit und das Versprechen mich zu informieren sobald sie wieder Papier haben. Jetzt blieb mir nur noch ein Schiff voskaufwärts aufzutreiben und dann konnte es auch schon nach Hause gehen.

GR

Samstag, 29. Juni 2013

reine Vorsichtsmaßmahme

Da Google gerad groß am aufräumen ist, durch Dina bin ich drauf gekommen, und ich da ich nicht weiß wie rigoros Google nun wirklich durchgreift habe ich Vorsorge getroffen und mir bei Wordpress einen Blog mit vergleichbarer Adresse gesichert. Das liegt vor allem daran das die Informationen welche Blogs nun wirklich betroffen sind ziemlich widersprüchlich sind. Ich habe zwar die Vorwarnmail, von der Dina sprach, nicht erhalten aber nach verschiedenen Interpretationen könnte es auch ausreichen wenn man nur Links zu vermeintlich jugendgefährdeten Blogs unterhält. Da ich Links zu so "gefährlichen" Seiten wie die Südlandbotenmädchen oder Kyras Secondlife unterhalte, die sich alle dadurch auszeichnen das sie eine Inhaltswarnung vorgeschaltet haben, so wie das bei Dina bis vor kurzen auch noch der Fall war, könnte es mein Blog natürlich auch treffen.

Also ich will ja keine Kaiilas scheu machen aber wenn dem so sein sollte, meinen Blog habe ich gesichert und werde ihn dann in den jetzt noch leeren Wordpressblog übertragen. Allerdings warte ich noch wirklich ab, ob die Löschung meinen Blog betrifft, denn ich bin ja von Natur aus faul. Ach ja und eigentlich müsste ich mich ja bei Google noch bedanken. Dadurch das ich gestern nicht im RP war, hätte ich heute gar nicht gewusst über was ich bloggen soll. Das wäre sonst bloß wieder ein Rant geworden, zum Beispiel über Barts schlecht recherchierte Blogposts und seine Weigerung Kommentare dazu freizuschalten.

Ach was ich Bart so schlimmes ins Stammbuch geschrieben habe, noch bevor einen weiteren Blogpost veröffentlichte und somit Glegeheit gehabt hätte diesen Kommentar freizuschalten? Hier isses!
Tja Bart, und wenn du richtig gelesen und vor allem richtig recherchiert hättest, würdest du ganz verschämt deinen Blogpost wieder zurückziehen aber ich versteh dich, auch du musst dich über Saure-Gurken-Zeit und Sommerloch retten.
Und nein ich mein damit nicht dass Talia nicht mehr in Jorts Fähre spielt.!

GR

Freitag, 28. Juni 2013

Termine, Termine, Termine

Genaugenommen freute ich mich eigentlich auf den Hurtbraten zu dem ich heute Abend eingeladen war, wenn ich aber meine Termine für den Tag so überflog wurde mir schlecht und ich war mir nicht wirklich sicher ob ich das schaffen würde. Dazu kam das ein neues Turnier im Zar anstand und es diesmal natürlich nicht bei uns in Jorts Fähre sein würde. Von der ganzen Reiserei mal abgesehen kam noch hinzu das sich Shanis Gegnerin deutlich verspätete und sie so zusätzlich den Zeitplan durcheinander wirbelte. Zurück in Jorts machte ich kurz Zwischenstation in meinem Haus. Einmal tief durchatmend, einen Schluck trinken, dann ging es auch schon weiter zum nächsten Termin.

Ich wollte zu Jarcath, ich musste mit ihm sprechen, ihn instruieren wegen seiner Reise. Ich hatte es zwar nicht mehr geschafft mit den beiden Kastenführer der Roten zu sprechen aber im Notfall nahm ich das auf meine Kappe. Auf dem Weg zum Haus des Krieger kam ich am Marktplatz vorbei, ich sah das sich dort wie üblich ein paar Leute versammelt hatten unter ihnen auch Nyn meine Vielleichtgastgeberin für heute Abend. Schnell drückte ich mich an ihnen vorbei bevor mich jemand ansprechen konnte. Am Haus des Kriegers angekommen malträtierte ich die Tür mit meiner Faust bis schließlich seine Kajira öffnete und mich einließ.


Nachdem ich eingetreten war, informierte ich den Krieger über meine Entscheidung, sagte ihn aber auch das er A nicht den Segen seiner Kastenersten hatte, da ich sie nicht informieren konnte, und B er auf die Reise keinerlei Schutz durch den Heimstein erwarten kann, er also für sein Überleben selber verantwortlich ist. Eine Aussage die zumindest beide Kajirae, Rawi wie auch Shani, schlucken ließen. Jarcath war sich dessen aber bewusst gewesen und nahm es ziemlich emotionslos zur Kenntnis. Wir besprachen noch kurz den Deckmantel für seine Reise und ich gab ihm noch einen weiteren Grund diese anzutreten, dann war eigentlich alles gesagt und ich verabschiedete mich von dem Krieger, ihm sichere Wege zu wünschen war diesmal besonders wichtig.

Mein schlechtes Gewissen trieb mich hoch zum Marktplatz. Ich wusste ja das dort Nyn war und hoffte nur das sie das Hurt noch nicht zubereitet hatte, so unwahrscheinlich das auch war. Zusätzlich tat ich auch noch vergesslich und ließ mich nur zu gern in ein Gespräch mit den Kriegern verwickeln. Natürlich ging es, wie sollte es dieser Tage auch anders sein um Turmus. Man berichtete mir das beim gestrigen Training auch jemand aus Turmus zugegen war der eine Nachricht überbrachte die sinngemäß so lautete: "Wir sollten nicht so viel auf das Geschwätz der Voskschiffer geben und mehr mit ihnen reden, denn sie sind für Gespräche offen."

Ich wollte mich gerade echauffieren, denn unsere Reaktionen, wie die Rückholung der Heinsteinangehörigen beruhten keineswegs auf Voskschiffergeschwätz, sondern auf seriösen Informationen, also so seriös eben ein Attentäter sein kann, die im nachhinein durch einen Krieger von uns der zu diesem Zeitpunkt in Turmus weilte bestätigt wurde. Doch ich merkte schnell das das diese Nachricht die Krieger mehr amüsierte als aufregte und so gingen die Reaktionen von: "nicht aufregend aber typisch Turmus" bis hin zu "...man könnte auch sagen sie ließen bestellen: "Bitte bitte seid nicht böse mit uns, lasst uns lieber plauschen bei Tee und Gebäck, sonst fürchten wir uns"" Ich ließ es also dabei beruhen und wollte mich einem viel größeren Problem zuwenden.


Und dieses Problem hieß Nyn! Doch die war zwischenzeitlich verschwunden. Irgendeiner wollte gehört haben wie sie sagte, sie verstehe nichts von Politik und deshalb gegangen sei. Den Kriegern schien nicht entgangen zu sein das ich eigentlich zum Essen eingeladen war, wahrscheinlich hatte die Sängerin schon vorher ihren Unmut kundgetan und ich durfte jetzt ihre Frotzeleien ausbaden. Aber auch das war etwas was man überleben konnte, schlimmstenfalls musste ich einen nach dreimaligen aufwärmen trockenen Hurtbraten essen und dabei so tun als sei dies das köstlichste Essen auf der Welt.

Ich wischte den Gedanken an Nyn und den Hurtbraten beiseite und wandte mich wieder den politischen Dingen zu. Man eröffnete mir das man jemanden gefunden habe, der sich nach Informationen in Turmus umtuen würde, jemand der nicht zum Heimstein gehört und damit meine wichtigste Forderung erfüllte, schließlich wollten wir uns ja nicht unglaubwürdig machen. Das reichte mir dann für heute, schließlich muss ich mir noch Gedanken machen wie ich die Sängerin beruhige.

GR

Donnerstag, 27. Juni 2013

Die Finger in Blut getaucht

So nun fühlte ich mich wieder besser! Den letztens noch wegen dem Schwarzen so nervösen Krieger hatte ich seit Tagen nicht mehr zu Gesicht und so ging ich davon aus das dieses Thema erledigt war. Selbst als es an der Tür klopfte wurde ich nicht misstrauisch aber als Shani dann selbige öffnete und ich mitbekam wer draußen war, musste ich doch erst einmal schlucken. Es war Jarcath und damit genau jener Krieger den ich dieser Tage am liebsten von hinten gesehen hätte und wie nicht anders zu erwarten fing er gleich wieder mit dem Schwarzen an. Was ich mit dem zu schaffen hätte und der Typ wäre ihm schon in Turmus aufgefallen, das war es so was ihn interessierte und ganz besonders der eine Satz den er aufgeschnappt hatte, nämlich wieso er Teil des Problems sei? So hatte es der Assassin formuliert.


Bevor ich ihm antwortete atmete ich tief durch und versuchte ihm zu erklären das der Attentäter nur nervös und verärgert gewesen wäre weil er nicht mit mir in Ruhe sprechen konnte. Ich konnte ihm ja unmöglich sagen das er den Attentäter bei der Ausführung meines Auftrages in Turmus gestört hatte und er so nicht in gewünschter Weise an Talia herankam. Um ihm weiter abzulenken sprach ich darüber das der Attentäter einer von mehrere Informanten in Turmus ist die mich mit Informationen versorgen und er mir er letztens eigentlich nur Bericht erstatten wollte als er uns gestört hatte. Ich weiß nicht ob er mir glaubte aber bevor er zweifeln konnte quatschte ich ihn weiter zu und wollte ihn über das was er über Turmus und die Unruhen weiß ausfragen.

Doch das brauchte ich nicht mehr! Es war als hätte ich einen mit Wasser gefüllten Schlauch angestochen als ich das Gespräch auf die Unruhen brachte und es plätscherte, nein, eigentlich liefen die Information wie ein großer Schwall Wasser aus ihm heraus und es dauerte nicht lange und ich wusste alles was ich wollte, mehr noch, nun war ich auch in der Lage diese Informationen mit denen abzugleichen die ich von dem Attentäter erhalten hatten, was nicht das schlechteste war. Trotzdem bin ich der Meinung das wir weiterhin unsere Informanten in Turmus behalten sollten, denn dies konnte unmöglich das Ende der Geschichte sein.

Als er seinen Bericht zu Ende hatte war er aber noch lange nicht fertig und unterbreitete mir einen Vorschlag, den ich zwar für wichtig und richtig erachtete aber den ich nicht zu entscheiden hatte. Ich verwies ihn an seinen Kastenersten, der wäre dafür zuständig. Ja, genau da kommt er her, sagte mir Jarcath und der Hauptmann sei der Meinung das muss der Rat absegnen. Bei den Priesterkönigen! Ich versprach ihn mich darum zu kümmern das diese Aktion in die Gänge kommt und würde ihm dann Bescheid geben, schließlich hatte auch ich ein gesteigertes Interesse an der Durchführung. Dann verabschiedete ich mich von dem Krieger und hatte endlich Zeit für ein paar private Dinge.

Private Dinge die damit anfingen das ich Shani, die neben mir kniete, ins Haar griff, ihren Kopf nach hinten beugte, sie ansah und dann geheimnisvoll sagte: "Komm Sklavin, wir haben eine Mission zu erfüllen!" Dann ließ ich sie los und ging aus dem Haus, rüber zu der Sängerin, die mich wie immer in letzter Zeit mit den Worten empfing: "Ich wars nicht!" Klar war sie es nicht, schließlich hatte sie noch nicht für den Alter der Priesterkönige gespendet und die fünf Flaschen Ka La Na die sie haben wollte musste sie auch noch bezahlen. Das war aber nicht der Hauptgrund warum ich hier war, sie hatte mich zu einem Hurtbraten eingeladen, der Haken an der Sache war, ich musste das Tier vorher schlachten.


Während also Nyn ins Haus ging um das Geld zu holen, ging ich die paar Schritte bis zu dem Hurtkäfig um eins der Tiere auszusuchen. Doch egal welches Tier ich auch auserwählte immer hatte Shani einen Einwand. Entweder war es zu alt, zu fett und wahrscheinlich zäh, dann war es wieder zu klein und das Nächste ganz sicher trächtig. So zog sich das eine Weile hin bis ich die Nase voll hatte und das Tier nahm was ich ursprünglich als Erstes im Blick hatte. Gerade als Nyn mit dem Geld aus dem Haus kam zog ich das Tier aus dem Käfig und ging, da kein Gefäß zum Auffangen von Blut und Innereien greifbar war, die paar Schritte bis zu dem kleinen Brunnen wo ich das Hurt erlegte, das Fell abzog und ausnahm.

Ich rief Shani zu mir drückte ihr das tote Tier und dessen Anzug in die Hand, mit der Maßgabe das Hurt irgendwo für ca. 20 Ahn kopfüber aufzuhängen. Dann wusch ich mich und säuberte das Messer bevor ich ebenfalls zum Haus zurückging. Das Hurt baumelte schon festgezurrt an seinen Hinterläufen, hoch oben an einen Balken wo es vor anderen Tieren sicher sein sollte. Die Frage war jetzt, was wird aus dem Fell und da ich nicht gerben kann, Shani aber einwarf das eine der Sklavinnen vom Hof das sicher auf die Reihe bekommt, schickte ich sie auch gleich los das zu klären.


Während Shani jetzt noch unterwegs war nahm ich Nyn die zwei Silbertarsk für den Altar und die 20 Kupfer für den Wein ab, dann drehte sich das Gespräch wie fast immer um Nyns verschollenen Gefährten. Ich riet ihr endlich loszulassen und sich mit dem Gedanken anzufreunden das ihr Gefährte entweder tot ist oder sie belogen und betrogen hat. Immerhin sprach die Auflösung und Veräußerung des Landsitzes durchaus dafür. Sie redete sich das natürlich schön und behauptete das er dies nur getan habe um den Arzt bezahlen zu können der seine Tante behandelt. Was will man da machen? Ich ließ sie in ihren Glauben und als Shani zurück war bedankte ich mich noch einmal bei ihr für die Spende und dann verabschiedete ich mich, natürlich nicht ohne die Einladung zu dem heutigen Essen anzunehmen.

GR

Mittwoch, 26. Juni 2013

Nachbeben

Wie ein gefangener Larl in seinem Käfig ging ich unruhig im Haus auf und ab. Die Sache mit dem Attentäter war zwar geklärt und ausgestanden aber die Warnung gut auf meinen Rücken aufzupassen, beziehungsweise mir besser ein ein paar Söldner anzuheuern die dies für mich tun, damit nicht irgendwann ein Stück Stahl in selbigen steckt klang mir noch in den Ohren. Dazu kahmen die ungehaltenen Reaktionen des einen oder anderen Kriegers als sie mich mit den Schwarzen sahen, besonders Jarcath hatte sich damit hervorgetan. Es half aber nichts und auch Verstecken war keine Lösung, irgendwann musste ich ja doch wieder vor die Tür. Warum also nicht jetzt?

Ich riss mich also zusammen und wagte mich auf den Markt. Dort waren zu diesem Zeitpunkt aber nur die Sängerin und Rock, so das sich die Gespräche vorerst nur um Ale, Ka La Na und Hurts drehten. Doch je mehr sich der Platz füllte um so mehr die Stimmen durcheinander schwirrten, desto turbulenter wurde es auch. Immer wieder wenn ich merkte das Neue hinzukamen schaute ich mich nervös um, doch keiner der Krieger von gestern Abend tauchte auf und erst recht ließ sich Jarcath nicht blicken. Das gab mir die Gelegenheit konzentrierter der Unterhaltung zu folgen, denn es sollte noch spannend werden.


Denn es war so das sich die Gespräche der Krieger wieder um Turmus drehte, die vermeintlichen Vorgänge mit und um Cos und die Geschehnisse um die Weigerung Talias den Ruf des Heimsteines zu folgen. Bei einem war man sich einig, das Einzige was die Cosianer können ist guten weißen Ka La Na herzustellen aber dann hörte es auch schon auf, ihre Krieger wurden nicht als besonders befähigt eingestuft, nicht umsonst hätten die Priesterkönige Cos mit einer Insellage gesegnet lautete dann auch die Einschätzung von Tharkans. Bis hierhin war das alles noch im Rahmen geblieben auch wenn man dem Bosk aus Jorts Fähre anmerkte das die Verärgerung um die gestrige Heimsteinerweigerung noch nach schwang. Das die Lage dann zu eskalieren drohte, konnte ich als ich meine Gedanken vortrug ja so nicht vorausahnen.

Eigentlich wollte ich nur anregen das wir uns auf die dünnen Informationen die wir haben nicht verlassen dürfen, am liebsten wäre es mir wenn wir ein zwei Informanten in Turmus hätten die uns regelmäßig unterrichten. Wie zu erwarten hatte wir viele die sich freiwillig meldeten aber ich ich hielt es für unsinnig erst alle Heimsteinangehörigen aus Turmus zu holen und dann wieder welche hinzuschicken, zumal unbekannte Leute eh besser für so einen Job geeignet wären. Im Prinzip sahen das auch alle ein aber Nyn meinte noch anmerken zu müssen das wenn sie nach Turmus geht, es sicher nicht weiter auffallen würde. Ich glaubten die meisten schauten genauso verblüfft wie ich als die Sängerin diesen Vorschlag brachte.

Das wollte wir jetzt genauer wissen. Also berichtete Nyn das, als sie das letzte Mal in Turmus war um die Vermisstenanzeige über Linus abzugeben, Amira mehr oder weniger offen von ihr gefordert hatte das sie ihr Kind gefälligst in die Akademie zu geben habe damit es dort Blaukastig aufwachsen kann und wenn sie nun vorgibt angeblich die Details............ Sie kam nicht dazu auszureden und eine Welle der Empörung rollte über den Platz. Die Krieger wären am liebsten gleich losgezogen um Turmus und damit auch die Akademie gleich nieder zu brennen, nur mühsam ließen sie sich wieder beruhigen.


Nachdem die Stimmung halbwegs runter gekocht war, konnte endlich die Suche nach einer geeigneten Person weitergehen und wir spielten verschiedene Möglichkeiten durch. Zum Schluss glaube ich das wir eine ganz passable Lösung gefunden hatten. Eine die nicht gleich auffliegen sollte und trotzdem auch in der Lage sein wird relativ leicht an die benötigten Informationen zu kommen. Jetzt verlief sich die Meute so langsam, da wieder Erwarten Jarcath nicht aufgetaucht war um mich wegen dem Schwarzen zur Rede zu stellen, hatte ich jetzt auch noch den Nerv mich um die beiden Apothekerinnen zu kümmern die noch einen Anbau als Lagerraum zu ihrem Haus wünschten.

Da die Eine der Beiden sich schon in die Felle zurück gezogen hatte nahm ich nur mit Einer der Schwestern vorlieb und begleitete sie zu ihren Wohnhaus. Sie legte mir ihre Vorstellungen etwas detaillierter dar und wir besprachen einige Varianten. Grundsätzlich erklärte ich mich im Namen der Stadt mit einem Anbau einverstanden, da die Apothekerin es aber nicht ohne ihre Schwester entscheiden wollte, verschoben wir die endgültige Klärung auf den nächsten Tag. Ich wünschte ihr noch eine erholsame Nacht und verabschiedete mich von ihr um wieder mein eigenes Haus aufzusuchen, hoffend das sich der Groll des Kriegers sich nach 40 Ahn endlich verzogen haben wird.

GR

Dienstag, 25. Juni 2013

Grün ist doch die angenehmere Farbe

Der Tag begann damit das ich beizeiten das Haus verließ, die Nachrichten aus Turmus waren beunruhigend und wir mussten endlich übereinkommen wie wir dem entgegentreten. Genau aus diesem Grund hoffte ich heute unser drittes Ratsmitglied anzutreffen um ihn von den Geschehnissen am Delta in Kenntnis zu setzen. Tatsächlich lief er mir auf Höhe der Herberge über den Weg und im Beisein von Kin informierte ich ihn über alles. Wir kamen überein das wir alle auf Grund der Unruhen und der Möglichkeit eines Krieges zwischen Turmus und Cos alle Heimsteinangehörigen aus Turmus nach Hause beordern. Wir wussten von mehreren die sich dort aufhielten, Eile war also geboten.

Ich allerdings, stand für diesen Auftrag nicht zur Verfügung.  Der Gedanke das überall in der Stadt Del-Ka Zeichen an die Wände geschmiert waren, verhieß mir nichts Gutes und eh ich jetzt noch mit einer Eskorte reise, konnte man auch gleich nur Krieger schicken. Unser drittes Ratsmitglied erklärte sich dazu bereit und trat die Reise nach Turmus auch gleich an. Uns blieb jetzt nur abzuwarten. Die Zeit wurde uns auch dadurch verkürzt das zwei Apothekerinnen in der Stadt eingetroffen waren und auch wenn wir keine Ärzte in der Stadt hatten so hieß es jetzt dafür zu sorgen das sie Gefallen an Jorts Fähre fanden und sei es nur um ein Argument mehr zur Ansiedlung der grünen Kaste in unserer Stadt zu haben.


Ich gebe zu das die Nachrichten aus Turmus mit dazu beitrugen die beiden Ladys für unsere Stadt zu begeistern, es war zwar schwer das finanzielle Angebot das sie in Turmus erhalten hatten zu toppen aber schlussendlich konnten wir sie für ein Haus in guter Lage begeistern, so das jetzt nur noch Details zu klären sind. In der Zwischenzeit war auch der Krieger aus Turmus zurück, er hatte fast alle unsere Heimsteinangehörigen im Schlepptau, trotzdem wirkte er wütend und aufgebracht. Er erstattete Bericht das er alle Heimsteinangehörigen die sich von uns in Turmus aufhielten sicher zurück gebracht hatte, nur Talia hatte sich dem Ruf des Heimsteines verwehrt. Aus eben diesem Grund habe er sie zur Heimsteinabtrünnigen erklärt welche auch in Zukunft keinen Schutz und Unterstützung mehr vom Heimstein erhält.

Damit war sie praktisch heimsteinlos und keine goreanische Stadt die etwas auf sich hält, nicht mal ein Dorf, würde sie noch innerhalb ihrer Mauern dulden, sobald man davon erfährt. Einen Moment lang herrschte Schweigen und man nahm es zur Kenntnis, den Einwurf von Jarcath das ihr Gefährte ihr sicher befohlen hätte in Turmus zu bleiben wischte man weg, nichts geht über den Heimstein. Da waren wir uns einig! Die Menge zerstreute sich dann, ich wollte mich noch um mein "Sorgenkind" kümmern und ging zu Nyn. Doch dazu kam es nicht mehr, die Fremde vom Vorabend, die sich als Ärztin entpuppte, lief mir über den Weg und ich hielt es für meine Pflicht ihr Jorts ein wenig näher zu bringen und schmackhafter zu machen.

Ich legte mich also ins Zeug, kramte meinen nicht vorhandenen Charme hervor, schwärmte von Jorts Fähre und erwähnte ganz zufällig das wir, so wie es aussieht auch bald zwei Apothekerinnen zu unseren Einwohnern zählen können. Es reichte immerhin dazu das sie sie sich etwas Bedenkzeit ausbat und sich schon einmal die Krankenstation ansehen wollte. Wenn das mal nicht schon ein Teilerfolg war? Natürlich zeigte ich ihr alles, erklärte ihr auch die Mietkonditionen und wie die Stadt sie bei ihrem Amtsantritt unterstützen würde. Sie war von allem sehr angetan, so zumindest mein Eindruck, trotzdem bat sie sich zwei Tage Bedenkzeit aus in der sie sich noch in Jorts Fähre umschauen wollte um sich dann zu entscheiden. etwas, was man so durchaus akzeptieren kann.

Als wir die Krankenstation wieder verließen, fiel mein Blick auf die an sich leere Terrasse. Etwas Schwarzes hockte da und starrte mich an. Nein das durfte nicht sein! Was treibt der sich schon wieder hier herum? Schoss es mir durch den Kopf. Trotzdem ging ich die paar Schritte bis zu dem Attentäter, ich würde ihm eh nicht aus dem Weg gehen können. Als ich vor ihm stand, nahm er den Helm ab, ich bin mir sicher das tat er nur damit ich seine Wut und seinem Zorn nicht nur am Tonfall seiner Stimme erkenne, diese Szene hatte schon etwas gespenstiges. Vor allem als er mir vorwarf seine Arbeit sabotiert zu haben.

Mit drei Dingen rechnet er immer die sein Arbeit erschweren, er zählte sie mir auch auf aber in der Aufregung habe ich sie mir nicht gemerkt, was ich mir aber merkte war, das er nie damit rechnet das sein Auftraggeber die Durchführung seiner Arbeit verhindert. Jetzt haute es mich vollkommen von den nicht vorhandenen Socken. Ich glaube noch dümmer als ich konnte man in diesem Moment nicht schauen, war ich mir doch keiner Schuld bewusst. Zeit das zu klären blieb aber nicht, denn plötzlich betraten unsere Krieger den Raum und der Assassine setzte den Helm wieder auf. Das war aber nicht der Grund warum wir das nicht klären konnten, sondern wir konnten einfach nicht mehr ungestört reden und besonders Jarcath hatte ein gesteigertes Interesse an dem Schwarzen.


Um dem allen aus dem Weg zu gehen bat ich den Schwarzen in mein Haus. Bewusst bot ich ihm dort keinen Platz an als wir versuchten die Missverständnisse auszuräumen. Sein Zorn bezog sich auf die beiden Krieger, auf Jarcath und und auf unser drittes Ratsmitglied. Das Jarcath in Turmus weilte wusste ich nicht als ich den Auftrag ereilte aber er war auch nicht das Hauptproblem sondern der andere Krieger der unsere Heimsteinangehörigen zurückholen sollte und der Talia, nach den Worten des Assassinen, Brot, Salz und Feuer entzogen hatte. Wie, so lautete seine Frage, soll er jemanden Angst machen, eine Warnung erteilen, die dazu führt das derjenige an seinen Heimstein zurückkehrt, wenn derjenige auf einmal gar keinen Heimstein mehr hat?

Die Frage war berechtigt. Jedoch konnte ich den Schwarzen davon überzeugen das uns die Ereignisse überrollt haben und das so nicht geplant war, sondern es vielmehr die Ergebnisse der Nachricht war, welche er mir am Vortage überbracht hatte. Wieder gab es drei Möglichkeiten erläuterte er mir. Entweder der Auftrag ist erledigt, er führt seinen Auftrag aus und sie kommt zurück und wir töten sie als Gesetzlose oder er tötet sie gleich. Die zweite und dritte Option würde mich weitere 10 Silbertarsk kosten, die Erste nur die vereinbarte Restzahlung. Nicht nur weil ich ich auch ein wenig geizig bin entschied ich mich für die erste Variante, denn was kann es schon schlimmeres geben für einen Goreaner als ein Leben ohne Heimstein? Da wäre der Tod ja schon fast eine Erlösung.

Ich zahlte den Schwarzen die Restsumme für seinen nicht durchführbaren Auftrag aus und dachte damit wäre die Sache erledigt, war sie ja eigentlich auch aber einen kostenlosen Rat hatte er noch für mich. Nach dem man uns so zusammen gesehen hat, der Auftrag in Turmus fast aufgeflogen war und obwohl es das Recht eines jeden Goreaners ist sich der schwarzen Kaste zu bedienen wie jeder anderen Kaste auch, empfahl er mir ein paar Söldner anzuheuern, die mein Leben schützen und vor allem sollte ich auf meinen Rücken aufpassen. Meine Antwort, das ich das was ich getan habe, für meinen Heimstein getan habe, selbst wenn das einige nicht verstehen werden und das ich außerdem für den Fall meines Todes schon vorgesorgt habe, rang ihm dann doch eine gewisse Achtung ab. Mit gewünschten sicheren Wegen verabschiedeten wir uns, was mir blieb war jetzt Shani zu beruhigen.

GR

Montag, 24. Juni 2013

schlechte Nachrichten

Alles sprach für einen beschaulichen Abend, die Finalspiele im Zar standen an und das hieß Spiel, Spaß und Spannung ohne Schokolade aber mit Besuchern aus vielen Städten Gors. Ich war etwas spät dran und das erste Spiel lief schon als ich am Turnierplatz angekommen war. Ich klaubte Shani noch irgendwo auf, die ich den Veranstaltern zur Verfügung gestellt hatte und suchte mir einen Platz wo ich einen guten Blick aufs Spielbrett hatte. Talia die aus der Siegerrunde kam würde ein Sieg zum Gewinn des Turniers reichen, Star aus der Verliererrunde hätte, da sie ja schon einmal verloren hatte, zweimal gewinnen müssen. Obwohl Star das erste Spiel, wenn auch knapp, gewann, so blieb doch die ganz große Überraschung aus. Talia gewann das zweite Spiel und stand damit als Gesamtsiegerin fest. Es blieb dabei, noch nie konnte ein Spieler der aus der Verliererrunde kommt ein Turnier für sich entscheiden, zu ausgeglichen sind die Kräfte in einem Finale als das es jemand schafft beide Spiele zu gewinnen.


Ich blieb noch zur Siegerehrung, wo außer den ersten drei Plätzen auch noch diverse Sonderpreise vergeben wurden, dann machte mich Shani auf ein Fremde aufmerksam. Ich schaute kurz zu ihr und obwohl sie von weitem wie eine Ärztin aussah und wir ja immer noch eine gebrauchen können in Jorts, zog dann doch eine andere Person meine Aufmerksamkeit auf sich. Der Schwarze war wieder da! Ich ließ also die Frau trotz besseren Wissens außer acht und ging auf den Attentäter zu. Als ich ihn erreicht hatte herrschte ich ihn, wenn auch leise, an und wollte wissen was er hier macht und warum er nicht seinen Auftrag erfüllt. Natürlich ließ er sich von mir in keiner Weise beeindrucken, sondern fragte, nach dem er mich kurz in Kenntnis gesetzt hatte das er schon weiter sie als ich denke, nur kühl was ich denn für gewisse Informationen zahlen würde.

Ich wusste zwar noch nicht um was es geht, trotzdem aber bugsierte ich ihn weg von der Straße, ein Stück in den Wald hinein, wo wir vor Blicken geschützt, ungestört weiter reden konnten. Über seinen Auftrag sprachen wir vorerst nicht mehr, sondern ich ließ mir berichten was er zu sagen hat und wo er glaubte das es eine für mich wertvolle Information sein könnte. Sein Weg hatte ihn durch Turmus geführt und dort hatte er mit erlebt wie eine Gesandte aus Cos mit Schimpf und Schande aus der Stadt gejagt wurde. Auslöser dafür war wohl das von einen Schiff aus, das cosianische Zeichen trug, ein für Turmus tributpflichtiges Dorf niedergebrannt wurde. Was die Abgesandte aus Cos eigentlich in Turmus wollte, ob sie das aus der Stadt jagen überlebt hatte, das alles wusste er nicht.


Seiner Einschätzung nach roch es in Turmus verdächtig nach einen Krieg gegen Cos, außerdem sei die Stimmung unter der Bevölkerung sehr aufgeheizt und überall in der Stadt würden Del-Ka Zeichen prangen. Um die Bürger zu beruhigen soll der Administrator sogar von einem Balkon aus gesprochen haben und der Freipaga soll in Strömen geflossen sein. Das waren beunruhigende Nachrichten auch wenn wir weit weg vom Delta waren, so waren wir mit Turmus doch über die Voskliga verbunden. Aber besser man erfährt frühzeitig von solchen Dingen und kann sich vorbereiten. Entsprechend großzügig fiel die Belohnung für den Schwarzen aus und ich versprach ihm das gleiche nochmal wenn sich seine Behauptungen von anderer Seite her bestätigen sollten.

Grußlos ging der Schwarze dann, ich hoffte das er sich jetzt intensiver um seinen Auftrag kümmern würde und ich endlich das gewünschte Ergebnis präsentiert bekomme. Ich wartete bis er in Richtung der Fähre verschwunden war, kurz nur blickte ich mich um ob mich jemand beobachtete und als das scheinbar nicht der Fall war ging ich wieder hoch zur Stadt. Dort angekommen lenkte ich meine Schritte zur Herberge, ich hoffte dort einen der Roten, wenn nicht sogar den Hauptmann oder wenigstens seinen Stellvertreter zu treffen. Ich hatte Glück und ich traf tatsächlich Kin an und entführte ihn von den Tisch der Ladys in die Taverne um ihn von dem eben gehörten zu unterrichten.


Wie nicht anders zu erwarten, brach er nicht gerade in Freudenschreie aus und wir einigten uns auf Grund der späten Ahn am Folgetag das dritte Ratsmitglied zu unterrichten und unabhängig davon wie wir entscheiden, auf alle Fälle noch unabhängige Informationen von anderer Seite einzuholen. Dabei und bei einem Paga auf den Schreck, ließen wir es vorläufig beruhen und gingen wieder nach draußen. Dort erfuhr ich dann das die Lady, die mir schon am Zarbrett aufgefallen war, tatsächlich eine Ärztin war. Allerdings kam es zu keinem größeren Gespräch mehr da sie von der Reise doch sehr mitgenommen war und sich auf ihr Zimmer zurück zog. Dafür sprach ich noch kurz mit dem Fremden der am Tag zuvor angereist war.


Er suchte Arbeit, konnte aber so richtig eigentlich nichts, auch einer Kaste schien er nicht anzugehören, war angeblich aber mit einer hohen Lernbreitschaft und einem hohen Lernvermögen ausgestattet. Da wir in der nächsten Zeit viel Holz brauchen werden, bot ich ihm an jenes für uns zu schlagen. Entweder er lernt es oder er wird von einem fallenden Baum erschlagen. Das Problem wird sich also so oder so lösen. Kin ließ ihm aus der Festung Werkzeug bringen und ich zahlte ihm einen Vorschuss so das er die ersten Tage überlebt. Dann hatte ich aber auch genug von diesem Tag und zog mich in die Felle zurück.

GR

Sonntag, 23. Juni 2013

Zarfinale in Jorts Fähre

Da ich gestern nicht im RP war, ich hab statt Paga mal lieber wieder richtiges Bier getrunken und habe deshalb mein Synchronsitzen auf die heimische Terrasse verlegt, gibt es heute von mir nur einen Hinweis auf ein Posting in Jorts Fähre Blog.


GR

Samstag, 22. Juni 2013

kurz vorm Herzinfarkt

Heute war wieder ein Tag der Zettelwirtschaft! Das sind die Tage an welchen Shani immer an und unter der Tür irgendwelche Papierstückchen findet wo jemand was drauf geschrieben hat um mir eine Nachricht zukommen zu lassen. Diesmal war es Nyn gewesen, sie teilte mir mit das sie nach Turmus reisen wollte. Anfangs nahm ich das nicht für voll bzw. regte ich mich nicht weiter darüber auf, ging ich doch davon aus das sie in Begleitung reisen würde. Das dem nicht so war erfuhr ich erst später. Doch vorläufig ging ich noch meinen Geschäften nach, die mir noch genug Ablenkung brachten. Erst der Drang nach meinem allabendlichen Paga ließ mich das Haus verlassen.

Das Gasthaus war noch nicht all zusehr besucht, nur Kin, Nyn und Akira waren da, wobei sich Akira gerade angeregt mit Nyn unterhielt. Erst als ich dazu kam und laut grüßte, stoben die Zwei auseinander und Akira ging zu ihren Gefährten. Nyn meinte dann sie müsste mit mir reden, das traf sich doch gut, denn genau das wollte ich auch, also mit ihr, nicht mit mir. nur sicher über was anderes als Nyn sich einbildete. Deshalb ließ ich sie auch gar nicht erst zu Wort kommen und schlug gleich verbal dazwischen. Was sie sich einbilde allein nach Turmus zu reisen, wollte ich von ihr wissen. Wieso sie sich als freie Frau unseres Heimsteines solchen Gefahren aussetzt, fragt ich sie als nächstes und ich gab mir so gar keine Mühe meinen Zorn zu unterdrücken und Ruhe zu bewahren.


Stotternd erwiderte sie das Kin es ihr erlaubt hätte, dieser bestätigte das auch und meinte Turmus sei doch eine sichere Stadt. Doch das beruhigte mich überhaupt nicht, mag Turmus auch sicher sein, so ist das nicht unser Heimstein und das der Weg nach Turmus sicher ist, vor allem wenn man den Vosk nutzt, das konnte mir nun gleich gar keiner einreden, entsprechend hoch blieb mein Adrenalinlevel. Nyn zog dafür den Kopf ein und wurde immer kleiner, schlussendlich versprach sie, das sie nicht mehr allein reisen wird. Nicht nur versprechen, auch dran halten, sonst wird dich deine Suche nach Linus noch in große Schwierigkeiten bringen, blaffte ich sie noch an und wollte mich dann eigentlich hinsetzen um einen Paga zu trinken, doch Nyn hielt mich noch auf.

Ganz schön mutig von ihr nach dem was sie sich da gerade eben geleistet hatte. Zumal sie davon sprach das sie sich mit einem Waldweib unterhalten hatte. Ich war gleich wieder auf 180, ohne überhaupt zu wissen was sie wollte, ging ich sie an, das, wenn sie so weiter macht sie sich sehr bald in einem Collar wiederfinden wird und dann kann ich ihr auch nicht mehr helfen. Ich war kurz davor ihr die Unterstützung und den Schutz der Händlerkaste zu entziehen. Wieder zuckte sie zurück und duckte sich, doch sie sprach dann von Edelsteinen und weichen gelben Metall. Das eine hätte sie in der Hand des Waldweibes gesehen, das andere könnte diesa angeblich besorgen. Diese Aussichten ließen mich wieder etwas milder werden und auch wenn ich glaubte das die Edelsteine eher Glasperlen waren, so würde sich leicht herausfinden lassen ob das Gold echt ist.

Jetzt war doch endlich Zeit für einen Paga! Ich ließ mich auf meinem Kissen nieder und zwecks Abwesenheit von Shani, durfte mir heute Elena einen Paga bringen, bevor ich mich dann wieder von Nyn in ein Gespräch verwickeln ließ. Diesmal ging es um eine Sklavin die angeblich im Kennel einsitzt. Wieso erfahr ich so etwas eigentlich nie, bzw erst so spät? Egal! Ich hörte Nyn zu was sie nun schon wieder wollte, bereit gleich wieder aufzubrausen, glaubte ich doch nicht das heute noch was vernünftiges von ihr kommen würde. Es stellte sich allerdings heraus das sie nur ihr Vorkaufsrecht auf die Sklavin anmelden wollte, denn sie war es der das Weib in die Hände gelaufen war.

Ich gab ihr noch ein paar Tipps bezüglich selber ausbilden oder zu Ausbildung wegzugeben, erwähnte die Vor- und Nachteile der beiden Möglichkeiten und ließ es dann auch dabei bewenden, denn Nyn musste sich jetzt schon wieder des Schreibers aus Kasra erwehren, der sie wie ein Witwe behandelte, was nun gar nicht gut bei ihr ankam. Ich für meinen Teil konnte mich nun endlich meinem Paga widmen und den Gesprächen am Tisch folgen. Also Augen aufhalten und Aufmerksamkeit vortäuschen. Hatte ich doch immer noch damit zu tun meinen Adrenalinspiegel herunter zu kochen. Das dies nicht wirklich half, merkte ich als Nyn sich dann verabschiedete und in ihr Haus wollte. Denn da rief ich ihr noch nach das sie selbiges nicht verlassen darf bevor die Stadt erwacht und man ein Auge auf sie werfen kann, bevor sie noch mehr Blödsinn anstellt.

GR

Freitag, 21. Juni 2013

Truhen, abgetrennte Köpfe und andere Merkwürdigkeiten

Ja es blieb gar nichts anderes übrig, er musste weiter gezogen sein, der Schwarze. Zumal heute auch ein großer Teil der Rarii nach Enkara gereist war um am dortigen Training teilzunehmen. Es gab also keinen Grund für ihn vorsichtig zu sein. Die einzige Erklärung für sein verschwinden war, er musste auf dem Weg sein, seinen Auftrag den ich ihm gab zu erfüllen. Ich lehnte mich entspannt zurück und konnte jetzt schon nicht den Tag erwarten wo er zurück kommt und die Ausführung meldet. Zwar werde ich an diesen Tag noch ein wenig ärmer werden aber wenn er erfolgreich ist und er geschafft hat wofür ich ihn bezahle, so gebe ich die Münzen gern.

Jedenfalls konnte ich jetzt, wo er weg war, wieder meinem Tagesgeschäft nachgehen. Damit hatte ich gestern ja schon begonnen und setzte das heute auch fort. Es galt schließlich noch ein paar Münzen zu verdienen, wer weiß wie schnell der Assassine arbeitet. Trotzdem wollte ich mir zum Ende des Tages noch einen Dienstabschlusspaga gönnen und ging hinüber zum Gasthaus. Dort traf ich auf Nyn die gerade dem fremden Schreiber von Kin eine Nachricht überbrachte, das dieser unbedingt mit ihm reden wollte. Ich setzte mich mit dazu und ließ Shani freien Lauf damit sich diese um unser leibliches Wohl kümmern konnte.

Schließlich wusste ich auch das der Schreiber auf Blackwine scharf war und ich wollte das sündhaft teuere Zeug, welches ich gestern erst erworben hatte, auch loswerden. Doch das nur nebenbei. Nyn hatte in der Zwischenzeit den gleichen Gedanken wie ich gefasst. Wenn der Schreiber schon viel auf Reisen war, dann könnte man ihn ja auch ausfragen ob er irgendetwas über einen gewissen Linus gehört hatte. Ich ließ sie also mit dem Blauen reden und registrierte nur am Rande das sie zwischendurch ziemlich verstört reagierte. Der Blaue schien ihr wohl jegliche Hoffnung zu nehmen, Doch da wollte ich mich nicht weiter einmischen, wusste ich doch aus eigener Erfahrung wie gefahrvoll reisen sein kann und hätte sonst eh nur den Worten des Schreibers zugestimmt was für Nyn ihre seelische Verfassung sicher nicht förderlich gewesen wäre.

Da unterhielt ich mich doch lieber mit den verbliebenen Krieger und dem Sattler, beide waren mittlerweile zu uns gestoßen und auch wenn der Krieger nicht sehr gesprächig wirkte und der Sattler sich darüber mokierte das die Rarii sein Kajira als Provianttransportsklavin "missbraucht" hatten, so war das doch allemal besser als sich über vermeintlich Tote zu unterhalten. Allerdings ging es auch ein noch wenig krasser wie ich dann bald feststellen durfte. Denn als der fremde Blaue mitbekam das Val Sattler ist, sagte er das er einen Auftrag für ihn habe, nämlich eine Truhe mit Leder zu überziehen.

Der Haken an dem Auftrag war, diese Truhe war nicht in Jorts und sie befand sich auch sonst nicht an einem leicht zugänglichen Ort. Nein er hatte sie im Lager eines Talunastammes "vergessen". Und als ob das noch nicht genug war befindet sich in der Truhe der abgetrennte Kopf seiner Kajira. Das war zuviel für die heute zartbesaitete Sängerin und sie rannte in Richtung des Brunnens wo sie merkwürdige Geräusche von sich gab und kurze Zeit später dann auch ganz verschwand. So langsam drohte sich die Runde nun aufzulösen, der Krieger vom Hof war schon wieder auf selbigen und der fremde Schreiber wünschte eine Stadtführung, die Dina übernahm.

Gerade als ich überlegte ob ich auch mal zeitig in die Felle sollte, kam Eo, die Sklavin vom Hof, schwer bepackt ins Gasthaus. Sie hatte zwei Bündel dabei, das kleinere davon war für mich. Übrigens nicht nur das Kleinere sondern auch das Leckerere. Val bekam die Haut von El Comandante und ich Schinken, Trockenfleisch und noch ein paar weitere Kostproben. Jetzt schickte ich Shani natürlich nach einen Messer und ließ mir von dem Schinken ein paar Scheiben abzuschneiden. Shani durfte sie mir dann zu kleinen Röllchen geformt reichen. Man sah ihr förmlich an wie ihr das Wasser im Mund zusammenlief aber ab bekam sie deswegen noch lange nichts. Das Einzige was sie hatte war, das sie sich heimlich ihre Finger ablecken konnte.

Bei der dritten Scheibe ließ ich mich dann erweichen und hielt den Rest, nach dem ich schon von abgebissen hatte, dicht vor ihren Mund und je mehr sie sich mit selbigen den Schinken näherte um so weiter zog ich ihn wieder weg. Irgendwann, kurz bevor sie umfiel, hatte ich ein einsehen und gab ihr den Rest Schinken den ich noch zwischen meinen Fingern hielt, welchen sie dann genüsslich zerkaute. Nun waren auch die Krieger aus Enkara zurück und es wurde noch einmal voll in der Herberge. Um noch die Neuigkeiten zu hören die die Rarii mitbrachten, ließ ich mir von Shani noch einen schnellen Paga bringen, mit dem lässt sich besser zuhören, und nahm auch noch die Bestellung über weißen Ka La Na auf bevor ich dann befand das es Zeit für mich ist.

GR

Donnerstag, 20. Juni 2013

Es bleibt Schwarz

...... und wenn es auch nur Blackwine ist.

Hmm, war der Attentäter schon abgereist um meinen Auftrag auszuführen oder ließ er sich nur deshalb nicht blicken weil heute ein gemeinsames Waffentraining von Kriegern aus drei Städten war und er nicht zwischen ihre Klingen geraten wollte? Egal! Woran es auch immer gelegen haben mag, mir jedenfalls kam er den ganzen Tag nicht unter die Augen. Das war an sich nicht schlecht aber mir wäre es schon lieber gewesen ich hätte da Gewissheit gehabt. So aber konnte man sich wenigstens vor die Tür trauen ohne die Befürchtung haben zu müssen, den lästigen Anblick der schwarzen Kaste ertragen zu müssen.


Da die Krieger alle zum Training waren, die meisten Kajirae sabbernd am Traininigsplatz hockten und die freien Frauen das Badehaus blockierten, zog ich es vor lustvoll die Steine rund um den Brunnen festzutreten, irgendjemand würde mich schon über den Haufen rennen. Tatsächlich war es auch so, die Krieger aus Enkara hatte in ihrer Begleitung eine Händlerin, die mir sogar bekannt vorkam, so ganz dunkel jedenfalls. Zum Glück war mein Personengedächtnis tatsächlich zu etwas zu gebrauchen und ich hatte mich nicht getäuscht. Wir hatte schon mal Verkaufsverhandlungen angefangen aber nie zu Ende gebracht, dies wollten wir heute aber nachholen.

Den Einstieg bildete diesmal nicht der grüne Kräuterlikör sondern der Tee, den sie mir allerdings zu einem exorbitanten Preis anbot. Ich musste mir also was einfallen lassen wenn ich die Teevorräte der Herberge auffüllen wollte. Zum Glück ging das mit dem einfallen lassen bei ihr aber etwas schneller, denn als ich auf Grund des Preises ablehnte, wollte sie meine Waren sehen, vielleicht könnte man ja über ein Tauschgeschäft etwas machen. In meinem Kontor stürzte sie sich gleich auf das Salz, welches ich hier direkt an der Handelsstraße ziemlich günstig erwerben konnte, was bei ihr aber schon fast ein Luxusgut war und so bekam ich für mein bisschen Salz mehr Tee als die Weiber in der Herberge je werden wegtrinken können.


Für die restlichen Verkaufsgespräche wechselten wir wieder auf die Terrasse, es ging jetzt um Kuchen und Blackwine. Den Kuchen kannte ich ja noch vom letzten Mal und verließ mich da voll und ganz auf das damalige Urteil von Dina, so das es heute nichts zum verkosten gab. Wobei, für mich dann schon, Blackwine nämlich. Die Händlerin aus Enkara wollte unbedingt das ich erst eine Schale voll davon trinke bevor sie mir welchen verkauft. Was tut man nicht alles für ein gutes Geschäft? Shani brühte uns also jeweils einen auf und mit etwas Boskmilch war er auch ganz erträglich und so schlug ich zu und nahm soviel Blackwinebohnen das es für 20 Tassen voll wohl reichen wird.

Jetzt wurde es etwas hektisch die Krieger aus Enkara wollten zurück und meine Geschäftspartnerin und ich, wir waren noch nicht ganz durch. Zum Glück ließ sich mit etwas Met eine kurze Galgenfrist aushandeln in der wir unser Geschäft zum Abschluss bringen konnten. Nach dem die Leute aus Enkara gegangen waren, blieb ich aber nicht lange am Tisch allein, die Pinion kam dazu, mit der ich ein Gespräch vereinbarte, unser stinkender Hauptmann, der heute seine Wasserallergie auslebte, und das nach diesem Training, der Sattler, welchen der Preis für eine Tasse Blackwine fast erschlug, und auch ein Fremder, von dem ich annahm das er aus der Tahari stammte.


Das jedoch verneinte er, vielmehr fand er diese, seine Reisebekleidung als sehr bequem und nur deshalb trug er sie. Und aus Kasra würde er stammen, konnten wir ihm irgendwann mit vereinten Kräften aus der Nase ziehen, allerdings sei er dort schon lange nicht mehr gewesen. Jetzt zeigte sich das auch die Pinion ihn kannte und bestätigte das er ein Schriftgelehrter aus Kasra sei. Sein größter Vorteil allerdings nach den Erlebnissen der letzten Tag war, das er ohne die Begleitung eines Assassinen reiste. In Anbetracht dessen war es natürlich selbstverständlich das die Sklavinnen seine Wünsche erfüllten und wir ihm auch eine angemessene Unterkunft in einem unserer Gästehäuser stellten.

GR

Mittwoch, 19. Juni 2013

Der Auftrag

Es war ruhig in der Stadt, fast zu ruhig, es schien als hätte die permanente Anwesenheit von Angehörigen der schwarzen Kaste dazu geführt das die Bürger sich in ihren Häusern verkrochen. Trotzdem wagte ich ein paar Schritte nach draußen, auch wenn es der Wache vor meinen Augen förmlich den Wahnsinn ins Gesicht trieb, doch ewig verstecken wollte ich mich auch nicht. Also nahm ich meine abendliche Runde auf und half Kin und Akira beim festtreten der Steinplatten auf den Marktplatz. Doch dies sollte nicht lange so anhalten, denn plötzlich hörten wir Schritte hinter uns und eine dunkle Stimme mit der ein Mann uns grüßte. Ich drehte mich um und meine Befürchtungen wurden war, es war wieder dieser Assassin der sich nun schon seit mehreren Tagen in Jorts Fähre herumtrieb.


Ich presste mir ein Tal ab und man merkte den anderen auch an das sie sich nicht sonderlich wohl fühlten. Allerdings konnten sich Akira und Kin auch beruhigt zurücklehnen, denn der Attentäter sprach gezielt mich an und erkundigte sich genauso gezielt nach geschäftlichen Möglichkeiten die sich bei mir ergeben könnten. Ich glaub in dem Moment zerriss es mir die Kopfdichtung, denn schlagartig bildeten sich einige Wassertropfen auf meiner Stirn, im Volksmund auch Schweiß genannt. Doch dann beruhigte ich mich selber mit den Gedanken das er ja unmöglich die Hand abschlagen wird die ihn bezahlt. Das sagte ich ihm auch auf dem Kopf zu das, sofern ich ihm einen Auftrag erteile ich bis dahin ja am Leben bleiben würde. Es war nur ein Anflug von Galgenhumor der mich zu dieser Aussage trieb, jedoch hatte ich nicht damit gerechnet das der Assassin auch in dieser Disziplin besser ist als ich.

Nein ich würde mindestens so lange am Leben bleiben bis er den Auftrag ausgeführt hat und wiederkommt um sich seinen Lohn zu holen, versicherte er mir glaubhaft. Ich weiß nicht welches Kaiila mich geritten hatte aber plötzlich schoss mir ein Geistesblitz durchs Gehirn und ich war mir sicher das ich diese Idee wenigsten auf Umsetzbarkeit prüfen sollte. Ich erwiderte also dem Schwarzen das ich vielleicht tatsächlich einen Auftrag für ihn hätte, was ihn dazu veranlasste mich zu einem Gespräch unter vier Augen aufzufordern. Ehrlicherweise war mir das so auch lieber und deshalb nahmen wir die Taverne in Beschlag. Nach dem der Schwarze diese kontrolliert und sich einen Überblick verschafft hatte, setzten wir uns in die äußerste Ecke und stiegen in die Verhandlungen ein.


Zu allererst versuchte ich aber mein Gewissen zu beruhigen, schließlich konnte ich unmöglich jemanden einen Auftrag erteilen der nur deshalb in Jorts ist, damit morgen vielleicht einer unserer Bewohner in seinem eigenen Blut liegt. Doch wie ich es auch anstellte, weder erfuhr ich wer sein Ziel ist, noch ob sich dieses Ziel unter unseren Bewohnern befindet. Shani hatte uns in der Zwischenzeit Wasser gebracht, das trank ich ja immer wenn schwierige Verhandlungen anstanden und ich einen klaren Kopf behalten wollte. Eine Weile haderte ich aus genau diesem Grund, das ich nicht wusste wieso er in unserer Stadt war, noch mit mir aber dann rang ich mich durch und skizzierte dem Attentäter für was ich ihn anheuern wollte.


Ja ich war viel zu ausschweifend in der Begründung des Auftrages und ganz sicher war ich das nicht um den Attentäter ein gutes Gefühl zugeben bei dem was er tun sollte, sondern wieder tat ich es um mein eigenes Gewissen zu beruhigen, mir einzureden das es das Richtige ist was ich tue. Kurz und präzise faste ich aber zusammen was ich von ihm erwarte, zeigte die Rahmenbedingungen auf und sagte ihm wo er sein Ziel vermutlich finden würde, dann erwartete ich eine Preisangabe von ihm, was sich jedoch als deutlich schwieriger erwies als erwartet. Grund waren wie immer die unterschiedlichen Wechselkurse und Münzsysteme der einzelnen Städte auf Gor, so das wir eine zeitlang an einander vorbeiredeten.



Aber wir waren pragmatisch und einigten uns darauf diesmal den Auftrag nicht nach Anzahl der Münzen sondern nach dem Gewicht der Münzen zu bezahlen. Somit hatten wir alle Details geklärt, jetzt musste ich mich nur noch durchringen den Auftrag auch auszulösen. Der Assassin erinnerte mich daran, das wenn ich die Anzahlung geleistet habe, der Auftrag nicht mehr geändert oder gar zurückgenommen werden kann, er würde ihn dann bis zum bitteren Ende ausführen und seine Entlohnung einfordern. Das machte mir den Entschluss nun auch nicht leichter, dazu kam das Dina immer wieder in die Taverne kam und unter einem Vorwand versuchte zu lauschen. Ich wusste nicht wirklich was sie nun aufgeschnappt und vor allem draußen weitererzählt hatte.


Ein letztes Mal atmete ich tief durch, trank mein Wasser aus und schob den Attentäter die vereinbarte Anzahlung und den Zettel mit den Namen rüber. Damit war klar, der Auftrag war erteilt. Nun ging ich nach draußen zu den Anderen, ich setzte ein enttäuschtes Gesicht auf und der Attentäter brüllte mir noch hinterher ich soll es ja nicht noch einmal wagen sein kostbare Zeit zu verschwenden. Ich ließ mich aufs Kissen fallen und mir von Shani noch einen Paga bringen, den brauchte ich jetzt! Natürlich wollten die Anderen am Tisch wissen was ich mit dem Assassinen beredet hatte, nur zu verständlich aber ich beließ es dabei das ich denen erzählte das ich ihm einen Auftrag geben wollte, natürlich nur unter der Voraussetzung das ich sicher gehen konnte das keiner unserer Bürger sein Ziel ist. Das war mir nun gründlich misslungen und wenn man mal ehrlich ist, war das auch gar nicht wirklich gelogen.

GR

Dienstag, 18. Juni 2013

Die schwarze Flut

Ich hatte schlecht geschlafen, verdammt schlecht geschlafen, die ganze Erholung war dahin und das alles nur weil sich dieser Schwarze immer noch in der Stadt herumtrieb. Zwar bekam ich diesen heute nicht zu Gesicht aber das wusste ich ja, als ich mich morgens aus den Fellen schälte, noch nicht. Also verrichtete ich, wenn auch ziemlich unkonzentriert mein Tagwerk, immer damit rechnend das gleich die Tür aufgeht und der Assassin mein Haus betritt. Zum Glück war es aber nicht so, viel schaffte ich trotzdem nicht und irgendwann gab ich es auf und ging die paar Schritte bis zum Gasthaus um bei einem Paga auf andere Gedanken zu kommen.

Was ein zeitlang auch ganz gut klappte da zumindest der Assassin sich nicht blicken ließ und sich die Gespräche lange Zeit um andere Dinge drehten. Zum Beispiel, wie wechsle ich ein Collar ohne Schmied oder ob wir Nutzungsgebühren für die Schmiede verlangen würden. Wegen ein wenig Collar wechseln verneinte ich das aber und sagte zu Sil er solle dann lieber seine Spende zur Errichtung des Alters für die Priesterkönige, etwas großzügiger ausfallen lassen.Womit wir schon beim nächsten Thema waren und ich von Kin und Akira einen großzügigen Betrag entgegennehmen konnte. Inzwischen hatte die Besatzung der Terrasse zu gut 50% Prozent gewechselt und das Thema wanderte nun doch wieder in Richtung Attentäter.


Denn mittlerweile war die Pinion eingetroffen und man hatte nichts besseres zu tun als ihr das Gerücht auf die Nase zu binden das es der Attentäter ausgerechnet auf mich abgesehen haben könnte. Dabei war das Ganze eigentlich ganz anders, zumindest dann wenn ich mich auf Shanis Aussagen, zu dem was sie gestern gehört hatte, verlassen konnte. Denn dann war die Pinion das Ziel des Attentäters, nicht nur die Fragen des Schwarzen ließen diese Vermutung zu, sondern es gab da ja auch noch ein Motiv und mögliche Auftragsgeber.

Ich weiß nicht nicht ob es mich beruhigen sollte das man meiner Argumentation Glauben schenkte, was wenn ich mich verspekuliert habe? Nein, ich will da gar nicht dran denken! Lieber lenkte ich vom Thema ab und brachte das Gespräch wieder auf den Altar. Schließlich waren ein paar Neue am Tisch und so konnte ich bei Val auch noch einen Silbertarsk ernten. Jetzt wurde es noch einmal unruhig auf der Terrasse. Zwei Blaue waren eingetroffen oder um genau zu sein ein Mann und eine Frau die von einem Assassinen begleitet wurden, der wohl als Leibgarde herhalten musste. Vermutlich ein sehr hässlicher Mann denn er trug eine Maske, so das es unmöglich war zu erkennen ob er eventuell zusätzlich auch noch auf der Jagd war.

Dark Vader con Gor

Da wir von Assassinen eigentlich genug hatten, fiel die Begrüßung entsprechend frostig aus. Trotzdem schaffte ich es noch zumindest die beiden Blauen an den Tisch zu bitten. Und natürlich fragte man sie auch aus, so wie das bei fast jedem Fremden üblich ist aber es war doch eine starke Zurückhaltung am Tisch zu spüren. Wir erfuhren aber das sie auf der Suche nach dem Vormund der jungen Schreiberin waren. Dieser sollte ihr Bruder sein, Tinus heißen und aus Lair stammen. So ganz traute ich dem nicht, den ich bezweifelte das es soweit oben im Norden überhaupt noch Kasten gibt, sagte aber nichts dazu, es reichte das Nyn für Aufregung sorgte und mehrfach nachfragte.

Zu sehr waren da die Ähnlichkeiten mit ihren verschollenen Gefährten, der ebenfalls blaukastig war und Linus hieß. Erst als die Herkunft aus Lair bekannt wurde und klar war das dieser Tinus nicht aus Turia stammte, beruhigte sie sich wieder halbwegs. Die Fremden aber schienen zu merken das ihnen die Begleitung des Schwarzens mehr Ablehnung als Sympathien einbrachte und verabschiedeten sich dann auch wieder recht zügig. Nicht jedoch ohne das es noch einen kleinen Eklat gab. Denn sie hatten Wasser getrunken und irgendjemand hatte nachgefragt ob sie denn gezahlt hätten, als sie gingen. Und obwohl Wasser eigentlich nichts kostet bei uns sah man sich bemüssigt uns drei Silbertarsk zu Füßen zu werfen.



Kin der sich dadurch in seiner Ehre gekränkt sah, wollte diese Münzen durch eine Sklavin den Fremden nachschaffen lassen, doch das wusste ich zu verhindern. Das Geld konnten wir gut für den Bau des Altars gebrauchen und so wanderten sie zu den den anderen Spenden in die Schatulle. Jetzt hielt ich es für zeitlich angebracht endlich nach Hause aufzubrechen. Dort angekommen verzichtete ich darauf Shani als Wärmeflasche mit in die Felle zu nehmen, ist ja auch warm genug zur Zeit, sondern deponierte sie als lebende Alarmanlage an der Haustür. Diese geht zwar nach außen auf aber ich hoffte, sollte es ein Attentäter auf mich abgesehen haben und dieser dann auch noch die Tür nehmen, er nicht damit rechnete das so nah der Tür jemand liegt und er dadurch ins Straucheln gerät.

GR

Montag, 17. Juni 2013

Alles für Gold


Ich hatte mir eine Auszeit gegönnt und war bei einem befreundeten Händler in Alfreds Kuppe abgestiegen. Herrlich! Keine Geschäfte, keine Politik, nichts! Einfach nur abschalten. Darüber hatte ich sogar fast verdrängt das sich ein Assassin in Jorts Fähre aufhielt. Doch dies wurde mir nach meiner Rückkehr ziemlich schnell ins Gedächtnis zurück gerufen. Ich hatte mich gerade auf der Terrasse niedergelassen und unsere Sängerin mit dem Richter bekannt gemacht als er das Gasthaus betrat. Ich hörte nur eine mir nun bekannte Stimme, ahnte schon Böses und als ich mich umdrehte wurden meine schlimmsten Befürchtungen wahr.


Das er sich auch noch zu uns an den Tisch setzte machte die Sache nun nicht gerade angenehmer, von daher kam es mir gerade zu pass das die Sängerin und der Richter sich in die Schreibstube zurückzogen um ein Problem zu besprechen und Nyn mich gerne dabei haben wollte. Shani ließ ich aber im Gasthaus zurück, wollte ich doch wissen was es mit dem Schwarzen auf sich hat. In der Schreibstube angekommen schilderte Nyn ihr Gefährtenschaftsproblem. Problem insofern als das ihr Gefährte nach Turia reisen wollte und dort nie angekommen war, sogar sein Landsitz sei aufgelöst wurden und das Ganze nun schon einige Hand her. Nach einigen hin und her empfahl er ihr, Linus als verschollen zu melden, dies aber bei dem Ersten der roten Kaste. Dieser könne dann gegebenenfalls weitere Schritte einleiten.

Für eine Auflösung der Gefährtenschaft sah er keine Notwendigkeit, zumindest so lange nicht wie keine neue Gefährtenschaft ansteht. Allerdings wunderte er sich das sie beim Schließen der Gefährtenschaft nicht in die blaue Kaste, der Kaste ihres Gefährten, aufgenommen wurde. Sie müsse ja nicht zwingend als Schreiberin praktizieren aber so gebiete es nun einmal die alte Ordnung. Ich stimmte grundsätzlich mit ihm darüber ein, auch für mich käme nur ein Verbindung innerhalb meiner Kaste in Frage, allerdings erinnerte ich Barabas auch daran das bei der letzten Gefährtenschaft, die er schloss, die Frau auch nicht in die Kaste der Metallarbeiter wechselte.

Da hatte ich ja was gesagt und durfte mir einen kurzen Vortrag über die Unvernunft der "Mischehen" anhören, Gefährtenschaften also die zwischen Mitgliedern verschiedener Kasten geschlossen wurden und wo die Frau nicht die Kaste ihres Gefährten annahm. Verbindungen die nur die Vorteile ausnutzten und die Nachteile ausblendeten oder sich gar weigerten diese für sich in Kauf nehmen zu wollen. Ich verstand ihn nur zu gut und zum Glück beruhigte er sich auch sehr schnell wieder. Dann verabschiedete er sich aber auch schon und ich verblieb mit der Sängerin allein in der Schreibstube.


Diese nutzte die Gelegenheit um mich von einer ihrer Ideen in Kenntnis zu setzen. Mit Kin hatte sie auch schon darüber gesprochen und nun wollte sie meine Meinung dazu hören. Genaugenommen ging es darum in Jorts eine eigene Währung einzuführen und uns so unabhängiger zu machen. Zur Zeit orientierten wir uns ja an den Wechselkursen von Ar, dies alles brauchten wir dann nicht mehr und vor allem ist ja so eine Münze, fast so etwas wie eine unerschöpflich sprießende Quelle. Was rein wirtschaftlich betrachtet zwar Selbstmord wäre, man muss da schon aufpassen aber scheinbar sahen das einige so. Allen voran Kin, der schon von seiner Stadtmauer träumte.

Ich allerdings sah ein paar Hindernisse. Die Stadtkasse war nach Fastkrieg, Stadterweiterung, Badneubau und Tarnschiffklau, ziemlich leer. Wir hatten weder einen Prägestock noch die passenden Formen für die Münzen. Wir brauchten Rohmünzen und die passenden Räumlichkeiten dafür, das alles würde erst einmal Geld kosten, entsprechend skeptisch stand ich der Idee gegenüber. Wirklich überzeugen konnte mich Nyn erst als sie mir einen Prägestock präsentierte den sie in irgendeiner dunklen Ecke von Jorts gefunden hatte. Unsere Altvorderen mussten also schon mal Münzen geprägt haben oder zumindest den Versuch dazu gestartet haben.

Ich versprach Nyn da in Ruhe drüber nachzudenken, der Prägestock allein machte es ja noch nicht. Dann, ich wollte mich gerade von Nyn verabschieden, tauchte Shani auf. Kin hatte sie zu mir geschickt um auszurichten das der Assassin mich sprechen wollte. Mir lief es heiß und kalt den Rücken runter aber ich beruhigte mich damit das, wenn er mich wirklich töten wollte er diesen Vorwand nicht bräuchte. Und noch stand ich ja hier in der Schreibstube. Bevor ich mich auf den Rückweg zur Herberge machte, ließ ich aber noch Shani berichten was sie alles so mitgehört hatte als ich nicht mehr in der Herberge war.


Das wiederum war nun eine ganze Menge. Zumindest aber ausreichend um eine Vermutung zu äußern hinter wem der Assassin her sein könnte. Als Shani mir den Namen sagte und worauf sich ihre Vermutung stützte, glaubte ich zu spüren wie das Blut in meinen Adern gefror. Alles was sie sagte klang sehr plausibel, nein das durfte auf keinen Fall passieren. Gut es betraf mich nicht direkt aber wenn wir es nicht schaffen diese Tat zu verhindern dann ............ ! Nein, ich weigerte mich das zu Ende zu denken, stattdessen machte ich mich auf den Weg zurück in die Herberge um mir selbst ein Bild zu machen.

Dort traf ich nur noch Kin an, der Assassin hatte sich schon zurück gezogen, scheinbar schien das Gespräch mit mir doch nicht so wichtig zu sein. Zeit um wenigstens kurz durchzuatmen. Kurz beriet ich mich noch mit Kin wegen der Münze und seinen Träumen von einer Stadtmauer. Dabei ließ ich es dann auch bewenden, noch wollte ich keine Unruhe und Panik verbreiten, ich brauchte gesicherte Informationen.

GR

Samstag, 15. Juni 2013

Die dunkle Seite der Macht

Da geht man völlig entspannt ins RP, es ist Freitag, der ruhigste Tag der RP-Woche, man weiß das man am nächsten Tag keine Zeit zum bloggen hat, macht keine Bilder und spielt völlig gelassen vor sich hin und dann?..... Dann das! Kommt doch tatsächlich ein Assassin auf die SIM und es entspannt sich ein spannendes Katz und Maus... ähm ... Giani und Urt Spiel. Keiner weiß was er will, keiner weiß wer ihn schickt, keiner weiß auf wen er es abgesehen hat, nur das er den Dolch auf der Stirn trägt konnte man sehen als er den Helm abnahm. Tja und nun hab ich wieder eine Wache vor der Tür stehen. Allerdings ist nun aber mein Ava, so wie auch ich, für einen Tag auf Reisen und ich werde ja sehen wenn ich zurück komme ob noch alle da sind.

GR

Freitag, 14. Juni 2013

Im Sinne der Priesterkönige

Nach dem gestrigen Badehaustheater hatte ich es dann doch vorgezogen mich mit einem erfrischen Schwall kalten Wassers zu waschen. Das strafft die Haut und treibt die Falten aus dem Gesicht. Damit war ich dann auch klar für einen Gang auf den Marktplatz. Dort half ich wie immer Kin beim Steine festtreten und er informierte mich darüber das sich Nyn in der Schreibstube aufhielt. Ich weiß zwar nicht wirklich wie er auf die Idee kam das dies für mich wichtig war aber ich nahm es trotzdem zur Kenntnis. Auch das er meinte, die Sängerin klang so als ob ich das wissen sollte, brachte da nicht wirklich Licht ins Dunkel.


Es dauerte dann auch nicht lange und Nyn kam aus der Schreibstube zurück und berichtete ganz stolz das sie jetzt fertig wäre mit malen. Malen? Das Schild fürs Badehaus, meinte sie noch. Ganz dunkel erinnerte ich mich das ich das bei ihr in Auftrag gegeben hatte und ja ich hatte malen gesagt aber der Gedanke dabei war das sie schreiben lernt und das Beschriften des Schildes sollte so etwas wie ein Zwischenprüfung sein. Nicht wirklich erfreut über diese Nachricht ging ich in die Schreibstube um mir das Werk mit eigenen Augen anzuschauen. Sie hatte auf dem Bild die Ansicht eines Badehauses gezeichnet in dem sich mehrere nackte Frauen tummelten und im oberen Bereich stand ganz groß "Heute Frauenbaden!"


Meine Frage ob die Frauen auf den Bild vielleicht Akira und ihr nachempfunden waren verneinte sie jedoch leider. Immer noch leicht grummelig stand ich vor dem Bild, meine Frage wie sie sich denn die richtigen Schriftzeichen zusammengereimt hatte, beantwortete sie ausweichend und verwies auf ein paar Bücher und die darin enthaltenen Bilder und das sie ja schon ein zwei Worte vorher schreiben konnte. Wie ihren Namen zum Beispiel. Na gut, ich ließ es dabei bewenden und hoffte nur das in Zukunft das Schild dann auch am Badehaus hängt und es damit nicht mehr zu Irritationen kommt. Dann macht ich mich zurück auf den Weg zum Marktplatz, ich wollte noch mit Kin sprechen wegen der Wache.

Doch dazu kam es nicht mehr. Er war seinerseits schon in ein Gespräch mit Tharkan vertieft, zwecks der Beschaffung einer Kajira für ihn. Das Gespräch verstummte aber schlagartig als Shani die große Tafel mit den goreanischen Alphabet heranschleppte um Nyn noch ein paar der Zeichen zu erklären. Denn in der Zwischenzeit waren noch weitere Krieger dazugekommen und Kin und Tharkan machten sich einen Spaß daraus Rock einzureden das diese Tafel die Liste der Steuerschuldner der Stadt wäre und er ganz groß als Hauptschuldner darauf stehen würde.


Rock der selber nicht so bewandert ist mit den Schriftzeichen, zog jetzt sein Schwert und wollte voller Wut die Tafel zerstören, was zur Folge hatte das Nyn vor Schreck in Ohnmacht fiel. Jetzt war es an der Zeit den Krieger zu beruhigen, das tat Dina ganz hervorragend mit einem Ale und die anderen Kajirae halfen Nyn wieder auf die Beine, die die Schuld an ihrem Sturz natürlich auf einen nicht korrekt festgetretenen Stein schob. Man brachte sie dann besser in die Herberge wo sie auch in Ruhe ihre Kratzer versorgen konnte. nachdem sich die Aufregung etwas legte sprach ich mit unseren Krieger vom Hof, wir hatten ja das Projekt Altar für die Priesterkönige noch offen.

Zuerst einigten wir uns grob über das Aussehen und sprachen dann darüber wo man ihn am besten platzieren könnte. Wieder erwarten einigten wir beide uns doch relativ zügig, da merkte man doch das so ein Gespräch unter Männern sein Vorteile hat. Jetzt ging es nur noch um die Ausführung an sich und wie man am effizientesten das Symbol der Priesterkönige herstellt. Schmieden, gießen und was weiß ich nicht was es da noch für Möglichkeiten gibt. Einen Schmied hatten wir zur Zeit nicht im Ort den man um Rat fragen konnte und so kochte die Diskussion unter den Kriegern hoch. Ich hielt mich zurück, interessierte mich doch nur der finanzielle Rahmen.


Zwar war so ein Altar aus heimischen Materialien zum größten Teil schnell gebaut aber für das Symbol der Priesterkönige standen doch ein paar Ausgaben an. Das Metall selber, das Gold für den Überzug und so weiter. Deshalb regte ich eine Sammlung unter allen Bewohnern an. Ich hörte schon das Murren einiger aber der Krieger vom Hof war so voller Begeisterung, sprach von Leiden und Opfern die man dIen Priesterkönigen bringen muss, so das sich am Ende dem keiner mehr entziehen konnte. Tharkan war der Erste der spendete, er stellte sogar eine kleine Schatulle dafür, der Krieger vom Hof zog nach, Rock ebenfalls, auch ich warf einige Münzen in die Schatulle und nahm diese dann an mich und versprach mich darum zu kümmern das auch die Bewohner spenden die heute nicht anwesend waren.

In der Gewissheit das dies heute ein guter Tag für Jorts Fähre war gingen wir auseinander, der Krieger vom Hof gönnte sich zur Feier des Tages noch einen Ka La Na und wie es den Anschein hatte, die servierende Kajira gleich mit.

GR

Donnerstag, 13. Juni 2013

Badehaussperrung

Wie immer zur Mitte der Hand schallte das schwere Klirren der Schwerter vom Trainingsplatz herüber. Das hieß für mich, ich hatte wieder einmal die ganze Stadt für mich. Da ich auf Grund mangelnder weiblicher Hormone, dem Training der Krieger weder heimlich bewundernd, noch sabbernd und kniend beiwohnen wollte, musste ich mir eine andere Beschäftigung suchen. Als erstes versuchte ich es in Herberge aber sowohl Taverne als auch Terrasse waren verwaist, so das ich weiter suchen musste. Mir ein neues Ziel auszudenken fiel mir nun nicht so schwer, hatte ich doch für mich noch das neue Bad einzuweihen.

Darum machte ich mich als nächstes auf den Weg dorthin. Schon vom weiten sah ich eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Kajirae davor hocken, was mich zwar etwas stutzig werden ließ aber es wäre ja gelacht wenn man die nicht aus dem Weg gescheucht bekommt. Ich ging also auf den Vulohaufen zu und bedeutete den Sklavinnen aus den Weg zu gehen. Deren Reaktion war aber das sie sich noch dichter vor der Tür des Badehauses positionierten. Ich staunte nicht schlecht und ich wurde lauter, fordernder und energischer! Anstatt nun endlich Platz zu machen, baten stattdessen die Mädchen mich das Badehaus nicht zu betreten, denn angeblich wären da zwei freie Frauen drin und sie hätten den Auftrag dafür zu sorgen das sie keiner stört.


Ich staunte nicht schlecht, wollte mich aber von den Sklavinnen nicht verarschen lassen. Welche Freie würde sich denn auf den Schutz von einer oder mehrerer Kajirae verlassen, wenn sie will das sie beim Bad nicht überrascht wird. Als dann eines der Mädchen auch noch anfing in Bauchrednermanier, mir die Stimmen von Akira und Nyn vorzutäuschen, damit ich denke das diese Beiden im Badehaus sind, wurde ich wirklich sauer. Zum Glück für die Sklavinnen kam genau in jenem Moment der Sattler dazu und erkundigte sich was das denn für ein Sklavenauflauf vorm Bad wäre, so war ich erst einmal abgelenkt und verzichtete fürs erste darauf dazwischen zu schlagen.

Gerade als ich Val die Situation darlegte und von freien Frauen die angeblich baden würden, berichtete und wissen wollte wie glaubhaft er die Kajirae einschätzte, schließlich will man ja auch niemanden brüskieren, nicht auszudenken wenn da wirklich zwei Freie drin sind, hatte Dark das einzige, wirklich überzeugende Argument zur Hand. Ob ich sie denn nicht kennen würde und ob ich wirklich glaube das sie freiwillig vor einem leeren Badehaus hocken würde, wenn sie doch viel lieber bei den Kriegern auf dem Trainingsplatz wäre. Irgendwie leuchtete mir das ein und ich ließ von den Sklavinnen und vor allem von dem Badehaus ab und trat den Rückzug zur Herberge an.


Dort ließ ich mir von Shani einen Paga bringen und unterhielt mich mit Val, als die Sängerin in Begleitung von Akira auftauchte und beide sich beschwerten das man nicht mal in Ruhe baden könnte. Ich schluckte, ließ mir aber sonst nichts anmerken. Auch als sie sagten das sie ja extra ein paar Kajirae vor der Tür postiert hätten und selbst das nicht ausreichen würde, hielt ich mich noch zurück, schlug dann aber als die Aufregung etwas abgeebbt war vor, doch besser einen Krieger vor die Tür zu stellen, denn wie soll eine Kajira einen Freien aufhalten wenn er ihr nicht glaubt? Außerdem schlug ich vor das Nyn doch einfach ein Schild malen soll auf dem "Heute Frauenbadetag!" steht und das man dann ja an die Tür hängen kann.

Dieser Vorschlag haute Nyn bald vom Kissen und sie wehrte sich mit Händen und Füßen dagegen, denn schließlich könne sie doch gar nicht schreiben. Nur, war das meine Schuld wenn sie sich der ihr gestellten Lehrerin nicht bediente? Jedenfalls riet ich Akira, das sie mit ihrem Gefährten redet wegen der Badwache und von Nyn erwartete ich das sie das Schild hin bekam bis zum nächsten Badetag, schließlich sollte dieser, wenn ich die beiden richtig verstanden hatte, zu einer festen Institution werden. Immer wenn die Krieger beim Training schwitzten, wollten sie die Gelegenheit nutzen und baden.

So nach und nach trudelten nun auch die durstigen Krieger ein und da die Badehausbewacherkajirae noch mit den Reinigungsarbeiten beschäftigt waren, hatte Shani jetzt alle Hände voll zu tun um ausreichend Getränke an den Tisch zu bringen. Die Situation beruhigte sich erst wieder als alle was zu trinken hatten aber nur so lange bis die restlichen Kajirae aus dem Badehaus zu uns stießen. Allerdings war ich zu diesem Zeitpunkt schon zu sehr mit meinem Paga beschäftigt als das ich jetzt so genau mitbekam wer welche Kajira aus welchem Grund mit was bestrafte. Egal, ich hielt mich an meinem Paga und aus allen Dingen raus.

GR

Mittwoch, 12. Juni 2013

Ka La Na so rot wie Blut

Eigentlich wollte ich heute mit den beiden Kriegern aus dem Rat sprechen, doch so schnell sollte ich nicht dazu kommen. Kaum betrat ich den Marktplatz, hatte mich grob orientiert und eingenordet um dann direkt auf Kin loszustürmen, da fing mich Nyn die Sängerin ab. Stimmt, da war ja noch was! So ganz dunkel schimmerte die Erinnerung durch mein vom gestrigen Abend noch pagavernebeltes Gehirn. Sie wünschte mich zu sprechen, hatte sie gestern angedeutet und nutzte nun die Gelegenheit. Zum einen hatte sie noch Bedenken wegen den Bedingungen für den Schutz den ich ihr angeboten hatte und es plagten sie immer noch die Sorgen wegen eines Kriegers, bei dem sie befürchtete das er sie versklaven will.


Da sie aber immer noch nicht bereit war den Namen zu nennen, konnte ich ihr da auch nicht wirklich helfen. Zwar hatte ich gestern schon mal mit Kin darüber gesprochen und wir haben auch jemanden im Verdacht aber die Beweislage war doch arg dünn. Das sagte ich ihr aber nicht, sondern versuchte sie nur insofern zu beruhigen das der Schutz den sie nun durch ihre Angehörigkeit zum Heimstein genießt noch mal um einiges höher angesiedelt ist als der der Kaste, den ich ihr angeboten hatte. Natürlich würde ich mein Angebot weiter aufrecht  erhalten, sagte ich ihr noch, im Sinne von Linus und auch im Sinne ihres Vaters, des Händlers aus Turia.


Wir sprachen noch über ihr Ungeborenes, Paga und wie wohl zum Handende ein Hurt schmecken würde, dann gingen wir auf die Terrasse, wo sich sin der Zwischenzeit Kin mit einer Pilgerin niedergelassen hatte. Der andere Krieger aus dem Rat tauchte auch noch auf, so das ich die Gelegenheit nutzte, die Beiden über ein paar Dinge in Kenntnis zu setzen. Kin musste dann zur Nachtwache und der andere Krieger verdrückte sich in Richtung der Schmiede, so blieb ich mit der Pilgerin und Nyn allein auf der Terrasse zurück. Fast hatte ich es noch geschafft der Pilgerin ein Fass von unseren Ka La Na zu verkaufen, doch diese wollte erst auf ihren Gefährten warten. Verständlich, wie soll so eine zierliche Frau auch so ein Riesenfass durch die Gegend bugsieren.


Jetzt wo ich allein auf der Terrasse saß, die beiden Frauen hatten mich mittlerweile verlassen, hielt ich es für eine günstige Gelegenheit mich noch mal auf den Hof blicken zu lassen um mit dem dort ansässigen Krieger über unser Vorhaben, einen Schrein für die Priesterkönige zu errichten, zu sprechen. Als ich aber auf dem Hof eintraf, merkte ich ziemlich schnell das ich ungelegen kam, denn El Coammdante lag zu seinem Füßen. Also nicht der Kommandant und Hauptmann sondern wirklich El Commandante der Bosk. Mir blieb also nicht viel außer Hady beim rühren des aufzufangenden Blutes anzufeuern, damit dieses nicht gerinnt und dann verabschiedete ich mich auch schon wieder. Es wird sicher noch eine bessere Gelegenheit geben um über den Schrein zu Ehren der Priesterkönige zu reden.

GR

Dienstag, 11. Juni 2013

Heimsteinschwur im Doppelpack

Es standen ein, nein wie ich später noch erfahren sollte, zwei Heimsteinschwüre an. Am Vorabend hatte der Hauptmann mir gesagt, das ich, in meiner Eigenschaft als Ratsmitglied und Erster der Händlerkaste, diese Schwüre abnehmen sollte. Eigentlich war das seine Aufgabe gewesen, da ursprünglich auch ein Krieger mit seiner Gefährtin schwören wollte, doch dies hatte sich aus gesundheitlichen Gründen, vorläufig zerschlagen. Blieb also nur noch die Sklavenhändlerin und, wie man mir später sagte, auch noch die Sängerin. Ich warf mir also eine der besseren Tuniken über und machte mich auf den Weg zu Pinion, ich wollte vor der Zeremonie noch kurz mit ihr sprechen.


Ich klopfte also am Pfefferhaus an und wieder Erwarten öffnete mir nicht Dina sondern die Pinion selber und bat mich hinein. Mit wenigen Worten erläuterte ich ihr den Ablauf der Zeremonie und sagte ihr auch das es in Jorts Fähre keine vorgefertigten Schwur gibt, sondern das bei uns jeder mit eigenen Worten den Schwur formuliert, so das jeder Schwur eine sehr individuelle Angelegenheit wird. Dann verabschiedete ich mich vorerst auch wieder von ihr und ging hinauf zur Schreibstube, wo Kin schon, äußerlich zwar gelassen aber innerlich unter Spannung stehend, den Heimstein bewachte. Uns reichten wenige Sätze um uns über den Ablauf der Zeremonie zu verständigen, dann warteten wir auf die beiden Schwörenden und hofften das die Bürger von Jorts Fähre diesem Ereignis durch ihre Anwesenheit einen würdigen Rahmen geben würden.


So nach und nach trudelten die Bewohner ein und als auch die Sklavenhändlerin und die Sängerin anwesend waren betraten wir gemeinsam die Schreibstube. Der Hauptmann trat neben den Heimstein und ich positionierte mich hinter dem Schreibtisch, einen Augenblick wartete ich noch bis der Raum sich gefüllt und sich die Aufregung etwas gelegt hatte, dann begann ich mit der Zeremonie. Als erstes bat ich die Sklavenhändlerin vor den Heimstein zutreten, obwohl ich mir sicher war das es unnötigt sein wird, rief ich ihr die Bedeutung dieses Momentes in Erinnerung und bat sie dann den Heimstein zu berühren und ihren Schwur abzulegen.


Mit ernsten, ausführlichen und doch emotionalen Worten legte sie dar was es für sie bedeutet auf einen Heimstein und auf den von Jorts Fähre im besonderen zu schwören. Allen die jener Zeremonie beiwohnten war anzumerken das sie von diesen Worten ergriffen waren. Als sie ihren Eid abgelegte hatte, erntete sie anerkennende Zurufe und Glückwünsche mit der man sie in der Gemeinschaft der Heimsteinangehörigen von Jorts Fähre aufnahm. Nach dem wieder Ruhe eingekehrt war und und die Welle der Begeisterung etwas abgeebbt war, bat ich als nächstes die Sängerin zum Schwur.


Auch die Sängerin fragte ich ob sie sich der Tragweites ihres Entschlusses bewusst sei und hieß sie den Schwur abzulegen. Man merkte ihr an das ihr die pathetischen Worte nicht so lagen und und ihr die Melodien näher lagen. Doch merkte man ihr auch an das ihr Eid von Herzen kam, denn sie als Angehörige der Kaste der Musikerinnen, war gar nicht so zwingend auf den Schutz des Heimsteines angewiesen, das sie es trotzdem tat zeigte wie wichtig dieser formelle aber auch emotionale Akt für sie war. Nach dem wir auch die Sängerin in unserer Mitte aufgenommen hatten, beendete ich die Zeremonie und bedankte mich bei allen die diesen Akt durch ihre Anwesenheit den würdigen Rahmen verliehen hatten der ihm zustand.

Die Sklavenhändler lud alle auf einen Umtrunk in die Herberge ein und die Sängerin versprach für etwas musikalische Untermalung zu sorgen. So tat jeder was er konnte um den Abend einen würdigen Abschluss zu geben. Bei Paga, Ale und Ka La Na in verschiedenen Ausführungen ließen wir uns auf der Terrasse nieder. Die Trinksprüche hallten durch den lauen Abend und wir feierten in gelöster Stimmung und luden auch völlig fremde Besucher unserer Stadt dazu ein mitzufeiern.


Die etwas unschöneren Ereignisse des Abends blendete ich aus, schließlich hatten wir genug Paga im Haus damit man diese Dinge vergessen lassen konnte. Mit meinem Paga wurde ich jetzt eins, er vernebelte das Gehirn und man verlor den klaren Blick, das war genau das was ich jetzt brauchte. Doch es brauchte auch gehörige Mengen davon damit dieses klappte. Das dies auch Auswirkungen auf Körperkoordination und Artikulation hatte war klar und entsprechend sank mein Anteil an der Konversation am Tisch deutlich, bis ich in einem lichtem Moment die wohl beste Idee des Abends hatte und meinen alkoholgeschwängerten Körper zu Bette trug.

GR

Montag, 10. Juni 2013

etwas Zar und ein Stehpaga dazu, dann klappt es auch mit.....

Ich schreckte hoch und schaute mich einigermaßen verwirrt um. Meine Knochen schmerzten, auf der Stirn hatte ich den Abdruck des Tintenfasses und wieso zum Kur saß ich hier am Tisch. So langsam erinnerte ich mich! Nach der kurzen Auseinandersetzung mit den merkwürdigen Fremden auf der Terrasse war ich ja gegangen und hatte mich an meine Bücher gesetzt um zu arbeiten, dabei muss ich wohl eingeschlafen sein, das ganze folgende Drama um Kämpfe und Entführungen muss wohl ein schlechter Traum gewesen sein. Ich stand auf, schüttelte und streckte mich, meine Knochen knackten, dann ging es halbwegs und ich machte mich auf nach unten.

Dort angekommen ließ ich mir von Shani frisches und vor allem kaltes Wasser bringen und wusch mich, dann war ich so langsam wieder klar. Jetzt noch eine frische Tunika dann konnte ich mich auch draußen wieder sehen lassen. Heute standen wieder ein paar Turnierspiele an und ich verbrachte einen Gutteil des Tages damit mich am Turnierplatz aufzuhalten und dort den Spielern zuzusehen. Als Kin dann endlich dran war wollte ich eigentlich gehen, was ihm zu der Frage veranlasste ob ich mir denn nicht sein Spiel auch antun will. "Kin du weißt doch ich schau dir nur zu wenn du auch gewinnst!" Antwortete ich ihm.

Das war natürlich nicht ganz ernst gemeint, trotzdem blieb ich noch eine Weile am Turnierplatz weil ich durch einige Gespräche aufgehalten wurde. Kin sein Spiel entwickelte sich dann tatsächlich so als ob meine flapsige Antwort ausreichend war um ihn so weit zu motivieren das er sich in sein Spiel richtig hineinkniete und es, wenn auch knapp, so doch gewann. Das er mich dann als sein Maskottchen bezeichnete fand ich dann aber doch nicht so prickelnd aber gut wenn es hilft die jortschen Farben zum Sieg zu führen....


Jetzt aber machte ich mich doch auf den Weg nach oben in die Stadt, ein Stehpaga sollte es werden. Meine noch vom am Tisch schlafen geschädigten Knochen wollte ich nicht auf eines der Kissen auf der Terrasse betten. Die Gefahr das ich da nicht wieder hochkomme war einfach zu groß. Außerdem war so ein Paga ja auch zusätzliches Gewicht und half somit beim Steine festtreten auf dem Marktplatz. Ein bisschen Palaver mit Kin noch, dann kam die Sängerin dazu. Mit ihr wollte ich sowieso noch reden. Ich hatte nämlich die Tage Geräusche aus dem Haus meiner Nachbarin vernommen die sich anhörten als würde man eine Herde Bosks durch das Gemäuer jagen.

Die Erklärung war aber einfacher als gedacht sie hatte nur umgeräumt und Dinge aus ihrem Haus verbannt die sie an Linus erinnerten. Wobei, warum räumt sie Linus ihre Sachen weg, wo er doch nur für einige Zeit zu seiner Tante nach Turia wollte. Allerdings schien er dort nie angekommen zu sein, so das Nyn vom schlimmsten ausging. Ich nippte an meinem Paga und überlegte, auch wenn sie noch nicht auf dem Heimstein geschworen hatte, so wohnte sie doch in Jorts Fähre und bisher hatten wir noch allen geholfen die in eine Notlage geraten waren. Mein Hirn lief auf Hochtouren, dann hatte ich den rettenden Einfall, denn wenn ich mich recht erinnerte war ihr Vater eine angesehener Bürger der Händlerkaste von Turia.


Das ließ ich mir von Nyn noch einmal bestätigen und dann bot ich ihr aus eben diesem Grund den Schutz und die Hilfe der Händlerkaste von Jorts Fähre an. Mit einem dezenten Erstaunen nahm ich zur Kenntnis das sie dieses Angebot sofort annahm. Doch auch dieses Rätsel löste sich schnell. Hinter ihren Rücken wurde schon über mögliche neue Gefährten verhandelt und es muss wohl auch Bestrebungen gegeben haben sie zu versklaven. Insofern war ihre schnelle Entscheidung mehr als zu verstehen. Allerdings musste ihr auch klar sein das, selbst wenn ihr Vater der Händlerkaste angehörte, es diesen Beistand nicht umsonst gibt.

Ich legte ihr also ein paar Bedingungen nahe die sie erfüllen sollte. So sollte sie endlich wieder ihren Schreibleseunterricht aufnehmen und alles weitere würde sich dann schon ergeben. Kurz zeigte ich ihr auf , was ich im Anschluss noch von ihr erwarte aber das sollte für sie kein Problem darstellen und somit waren wir uns einig. Kurz sprach ich noch mit Rock ob seine Pagalieferung zu Rannung geklappt hatte aber da gab es wohl kleineres Problem in Lydius, weshalb er seine Waren dort eingelagert hatte und es dieser Tage noch einmal probieren wird. Diese Info reichte mir um für mich zu beschließen das ich damit diesen Tag beenden werde.

GR