Dienstag, 7. Februar 2012

Regentenwahl - OOC

Da ich gestern Abend schon das Gefühl hatte das einige der Meinung waren das ich mir den Ausgang der Wahl OOC zu sehr zu Herzen nehmen würde und der heutige Blogpost diesen Eindruck noch verstärken könnte, noch ein paar erklärende Worte von mir.

Mir ist es OOC eigentlich völlig egal wer Kasra regiert. Die Rolle des Regenten ist für mich eine Rolle wie jede andere auch. Ich messe ihr keine besondere Bedeutung zu außer der, das sie zwingend besetzt sein sollte, weil sonst das RP in der Stadt auf Dauer unglaubwürdig wird. Wer also die Rolle des Regenten spielen will soll sich gerne IC darum bewerben aber nicht von  mir erwarten das ich auf Grund irgendwelcher OOC Überlegungen für ihn stimme. OOC sollte da eigentlich keine Rolle spielen, sondern die Entscheidung so fallen wie sich die Spielfigur entscheiden würde. Das man keine Stimme abgibt weil man sich nicht zwischen seiner IC und OOC Meinung entscheiden kann, finde ich dann schon, na zumindest bemerkenswert.

Warum hat nun der Schmied so gestimmt wie er gestimmt hat und warum verhält er sich auch weiter sehr abweisend bis aggressiv? Nun der entscheidende Punkt ist natürlich er ist ein Mann, ein goreanischer Mann wohlgemerkt und als dieser wird er sich nicht freiwillig einer Frau unterordnen. Eine freie Frau ehren und achten, ok aber sie darin unterstützen der mächtigste Mensch in einer Stadt zu werden? Das ganz bestimmt nicht! Dafür gebe es nur einen Grund, das man sie als Marionette einsetzt und die Männer im Hintergrund die Fäden ziehen, so wie es in Corcyros der Fall war. Doch danach sieht es nicht aus und ein einfacher Schmied käme eh nie in solch eine Situation.

Zweitens, wie im IC Post schon erwähnt ist die Baumeisterin eine die ihre angestammte Kaste verlassen hat. Nun kann ich persönlich irgendwo verstehen das man als Rollenspieler irgendwann an den Punkt kommt wo man sich zumindest teilweise neu erfinden will, für einen goreanischen Mann, ungebildet und von niederer Kaste ist so ein Wechsel suspekt und beeinflusst seine Entscheidung natürlich stark.

Drittens aber schon gar nicht mehr entscheidend, sondern den Entschluss des Schmiedes nur noch bestärkend, der Affront der anderen Baumeisterin ihm Gegenüber kurz vor der Wahl. Nennt es die Rache des kleinen Mannes aber warum soll er Eine wählen die einer Kaste angehört deren Mitglieder seine Existenzgrundlage angreifen. Dann wählt er als Schmied doch lieber Jemanden aus der roten Kaste wo er weiß das es wenigstens ab und zu ein Schwert zu schleifen gibt. Oder auch zwei oder drei!

GR

PS: Weil es gestern hieß die gewollte Ordnung der Priesterkönige verbietet nicht das eine Frau an der Spitze einer Stadt steht, sondern nur die niederen Kasten wären für das höchste Amt der Stadt nicht erlaubt. Das ist falsch! Der verbrecherischen Tatrix von Corcyros folgte, als sie gestürzt wurde, der Metallarbeiter Menicus als Administrator im höchsten Amt der Stadt. Band 19 "Kajira auf Gor"

Kommentare:

  1. Luc sagt:

    Ich unterschreibe das mal - zur Vorsicht, weil es vielleicht Überraschung an der einen oder anderen Stelle über meine radikale Reaktion gab, wegen dieser Wahl die Garde zu mobilisieren und sie in Bereitschaft zu halten, um den Rat sowie die Gewählte zu verhaften und die Feste zu besetzen. Den Zugriffsbefehl habe ich von der Entscheidung meines Kastenersten abhängig gemacht, der darüber bestimmt, wie sich die Roten zur Wahl positionieren, und beim Kastenführer handelt es sich nach wie vor noch um Teibar. Luc hat auch vor der Wahl schon bestimmt davor gewarnt, dass keine Frau die Macht über Männer anstreben sollte – weil er sich recht sicher war, dass die betreffende Frau sich in dieser Wahl tatsächlich durchsetzen könnte. Bei den Kandidaturen von La Galltier sah er das etwas anders ;-)

    Es ist die Reaktion eines goreanischen Offiziers darauf, dass a) seine Kaste die Macht verloren hat und b) sich unter den Befehl einer Frau begeben soll - einer vormaligen Wirtin zudem, die die Rote Kaste bereits einmal zu Heimsteinklau-Zeiten in Kasraticum brüskiert hat. Den Grund c) publiziere ich mal nicht ;-)

    Weiter ist das nun alles Anlass, um entsprechend zu reagieren, und irgendwie muss ich das für Luc alles hinbiegen. Ich hätte IC auch die Schultern zucken und weitermachen können, allerdings halte ich Kontroverse für spannender.

    OOC-Gründe, keine Sorge, hat hier gar nichts, wenngleich ich nie ein Geheimnis daraus gemacht habe, dass ich von Tatrix-Dingen in Bezug auf Gor nichts halte. Und Thentis und Corcy stehen nach meinem Verständnis nicht als Symbol dafür, dass Frauen auf Gor regieren können, sondern als literarischer Trick dafür, um zu zeigen, was passiert, wenn es so kommt. Ich hatte mich deswegen auch vehement dagegen verdingt, in Kasraticum eine Tatrix einsetzen zu wollen, weil das eine fürchterliche Beleidigung der Menschen im Protektorat wäre und nur einen Bürgerkrieg nach sich ziehen könne, den wir nicht kontrollieren könnten…

    Aber *winkt ab* ich habe ebenfalls nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich von Heimsteinklau-RP nix halte und habe es dennoch mitgespielt, also: keine Sorge, und von den Bakah bringe ich einige Tatrix-Erfahrung mit ;-)

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  2. Eben, kontrovers ist spannender! :D

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  3. Kontrovers ist spannender, dem stimme ich zu. Bei der Sache mit der OOC-Entscheidung nicht so ganz. Jede Entscheidung, die ich treffe, ist mehr oder minder aus aus dem OOC heraus (wegen Mensch hinterm Rechner und so ^^). Ob ich das nun mache, weil ich meinen Charakter verändern oder etwas für die Sim tun will oder einfach nur aus der Rolle heraus. Ich bin der Meinung, jeder soll das mit soviel IC oder OOC entscheiden wie er möchte, solange klar ist, dass es ein Rollenspiel ist und die Dinge, die dort geschehen, nicht OOC zu Herzen genommen werden sollten.

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  4. Klar Cassia, jede Entscheidung die wir im Rollenspiel treffen ist zu einem gewissen Teil auch OOC geprägt, geht ja auch gar nicht anders. Nur sollten solche Entscheidungen nicht dazu führen das die Figur unglaubwürdig wird, wenn das OOC-Empfinden dem wie sich die Figur verhalten müsste zu sehr entgegen spricht. Das Brad zum Beispiel für Nasty gestimmt hat war durchaus nachvollziehbar, von wegen (ehemaliger?) Gefährte und so. Zumal der Wirt ja auch sonst immer ziemlich unter dem Pantoffel von Nasty stand. Ein Krieger der gegen seinen Kastenersten stimmt, ist schon schwieriger zu erklärenen.

    Aber he! Das kann auch ein RP-Ansatz sein.

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